Frankfurterin lässt Liebesbetrüger auffliegen

Mann wollte mehrere zehntausend Euro als „Gefallen“

Frankfurterin lässt Liebesbetrüger auffliegen

Eine 58-jährige Frau aus Frankfurt hat am Dienstag einen mutmaßlichen Liebesbetrüger aus dem Internet auffliegen lassen. Wie die Polizei Frankfurt mitteilt, hatte sich die Frau zu einer Geldübergabe verabredet, dazu aber auch die Beamten eingeladen.

Die Frankfurterin erhielt bereits Mitte Juli die erste E-Mail des ihr bis dahin unbekannten Mannes. Er gab an, sich in sie verliebt zu haben. Aktuell arbeite er noch auf einer Ölplattform weit weg von Deutschland. Schon bald wolle er den Job aber aufgeben und ein Leben mit ihr beginnen. Wenig später bat er die 58-Jährige um einen Gefallen: Für den Transport von Arbeitsgeräten brauche er mehrere zehntausend Euro, die er sich von seiner Auserwählten leihen wolle.

Die ging zunächst darauf ein und vereinbarte mit einem vermeintlichen Freund des Mannes ein Treffen am Dienstag in Frankfurt. Gegen 13:30 Uhr tauchte in dem vereinbarten Lokal schließlich ein Mann auf, um die Summe abzuholen. Er verließ den Laden kurze Zeit später mit einem Umschlag. Die Freude darüber war aber nicht von langer Dauer. Weil die 58-Jährigen ein komisches Gefühl bei der Sache hatte, hatte sie schon früh die Polizei informiert. Draußen warteten bereits Zivilbeamte auf den 49-jährigen Tatverdächtigen.

Kurz darauf stellte sich heraus, dass der Mann von Nürnberg aus ein Taxi nach Frankfurt genommen hatte. Er wollte die Fahrt mit dem Geld der 58-jährigen Frau bezahlen. Da die Festnahme ihm diesbezüglich einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, wurde gleich die nächste Anzeige wegen Betrugsverdachtes gegen den 49-Jährigen aufgenommen. Der Tatverdächtige wurde dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an. (ts)

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