Neun Radschnellwege von Frankfurt in die Umgebung geplant

Insgesamt neun Radschnellwege sollen den Raum Frankfurt künftig mit anderen Städten in der Region verbinden. Vor allem Pendler sollen von den neuen Wegen profitieren.

Neun Radschnellwege von Frankfurt in die Umgebung geplant

Nicht nur innerhalb Frankfurts steigen immer mehr Pendler aufs Fahrrad um. Auch über die Stadtgrenzen hinaus lassen viele das Auto häufiger stehen — vor allem für den Weg zur Arbeit. Deshalb sollen künftig neun neue Radschnellwege entstehen, die Frankfurt mit anderen Städten in der Region verbinden.

Das hat der Regionalverband FrankfurtRheinMain im Rahmen des Masterplans Mobilität FrankfurtRheinMain als Maßnahmenpaket beschlossen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen beim Land Hessen und den betroffenen Kommunen will der Verband dafür sorgen, dass Radfahren insbesondere für Pendler schneller, sicherer und attraktiver wird.

Viele Städte sollen angebunden werden

Neben dem Radschnellweg zwischen Frankfurt und Darmstadt, der bereits gebaut wird, sollen unter anderem auch Wiesbaden und Groß-Gerau radfreundlich an Frankfurt angeschlossen werden. Während der Wiesbadener Radschnellweg über Hofheim und Kriftel führen soll, schließt die Strecke ab Groß-Gerau Mörfelden-Walldorf und den Flughafen an den Weg an.

Eine weitere Strecke soll von Bad Soden über Schwalbach nach Eschborn führen. Sie soll an den Radschnellweg Vordertaunus angeschlossen sein, der von Friedrichsdorf über Oberursel und Eschborn nach Frankfurt führt. Auch aus der Wetterau sollen Radfahrer künftig komfortabler nach Frankfurt fahren können — unter anderem über Butzbach, Bad Nauheim und Bad Vilbel.

Zwei Radschnellwege ab Hanau geplant

Auch zwei Radschnellwege ab Hanau sind geplant. So soll die eine Strecke nördlich des Mains über Maintail führen. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie liegen laut Regionalverband bald vor. Die andere Strecke soll ab Hanau südlich des Mains über Mühlheim und Offenbach nach Frankfurt-Süd gehen. Zuletzt ist ein Radschnellweg durch den Kreis Offenbach geplant. Von Seligenstadt über Rodgau, Dietzenbach, Dreieich und Neu-Isenburg sollen Radfahrer einfach bis zum Flughafen fahren können.

„Es wurde lange genug geredet, nun sollen endlich auch Taten folgen“, sagt Rouven Kötter, erster Beigeordneter des Regionalverbandes. „Das ist eine gute Nachricht für alle Radfahrer, aber auch für die Verkehrssituation in FrankfurtRheinMain und den Klima- und Umweltschutz.“ Dem Vorstandsbeschluss muss nun noch die Verbandskammer zustimmen. Das steht bei einer Sitzung Mitte September an. „Unmittelbar danach werden wir mit den Arbeiten beginnen und Gespräche mit den entsprechenden Kommunen aufnehmen“, so Kötter. (nl)

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