Reservierung nicht abgesagt: Frankfurter Gastronomen bitten Gäste zur Kasse

Mitglieder der „Initiative Gastronomie Frankfurt“ ziehen Konsequenzen

Reservierung nicht abgesagt: Frankfurter Gastronomen bitten Gäste zur Kasse

Mehrere Frankfurter Gastronomen wollen ab sofort eine Stornierungsgebühr einführen, die Gäste, die ihre Tischreservierungen nicht oder zu spät absagen, bezahlen müssen. Das teilte der Verein „Initiative Gastronomie Frankfurt“ (IGF) am Freitag mit.

Der Grund: Immer mehr Gäste lassen ihre Reservierungen verstreichen, ohne im Restaurant abzusagen - zum Beispiel, weil sie für den selben Termin in mehreren Lokalen reservieren, um dann spontan zu entscheiden, wo sie essen möchten. Die Wirte blieben in diesen Fällen oft auf Kosten für Lebensmittel und Personal sitzen. Besonders bei großen Gruppen sei es schwierig, den freien Tisch spontan an andere Gäste zu vergeben, so Madjid Djamegari, Vorstandsvorsitzender der IGF. „Es gehört einfach zum guten Ton, eine Verabredung abzusagen, zudem ist es eine Frage der Fairness“, so Djamegari.

Fast alle Betriebe, die Mitglied der IGF sind, werden die Gebühr laut des Vereins einführen — und zwar ab sofort. Bei einer internen Umfrage unter den Mitgliedern sprachen sich 80 Prozent für die Einführung der Gebühr aus. Die Gäste sollen darüber gesondert informiert werden. „Mit der Einführung der No-Show-Rate möchten wir die Gäste natürlich nicht vergraulen oder bestrafen, sondern lediglich ein besseres Bewusstsein für die Problematik schaffen“, betont Madjid Djamegari, Vorstandsvorsitzender der IGF.

Die Stornierungsgebühr soll laut IGF immer dann erhoben werden, wenn ein Gast zum vereinbarten Termin nicht erscheint oder nicht rechtzeitig absagt. Die Höhe der Gebühr werden die Lokale selbst festlegen — und die Gäste künftig bereits bei der Reservierung auf die Stornierunggebühr hinweisen. „Natürlich ist uns klar, dass immer mal etwas dazwischenkommen kann“, sagt Djamegari. Man wolle aber erreichen, dass Gäste rechtzeitig zur Ladenöffnung absagen. „Und natürlich wird das von Fall zu Fall und bei Stammgästen sicher anders als bei seltenen Gästen entschieden, es wird keine einheitliche Regelung geben.“ Sage ein Gast zum Beispiel wegen einer kurzfristigen Erkrankung ab, liege es im Ermessen des Gastronomen, ob der Betrag fällig wird oder nicht. (pk)

Logo