Alle Informationen zum neuen Rebstockbad

Bereits seit Herbst 2017 steht fest, dass das Rebstockbad abgerissen und neugebaut wird. Im kommenden Jahr soll der Abriss des Schwimmbads beginnen. Was erwartet die Besucher im neuen Rebstockbad?

Alle Informationen zum neuen Rebstockbad

Das Rebstockbad ist nun schon seit 35 Jahren in Betrieb und zieht jährlich etwa 600.000 Gäste an. Doch bereits seit 2017 steht fest, dass die Bockenheimer Schwimmstätte abgerissen und neugebaut wird. Was sind die Gründe dafür und wie soll der Neubau aussehen?

Wieso neu gebaut wird

Das Rebstockbad ist zwar schon immer sehr beliebt gewesen, jedoch lässt die Attraktivität für Gäste immer weiter nach. In den ersten Jahren nach der Eröffnung im Jahr 1982 lagen die Besucherzahlen bei jährlich 900.000 Gästen. Seitdem ist diese Zahl deutlich gesunken. „Das liegt zum einen an den Angeboten der Konkurrenz, zum anderen ist das Bad aber einfach in die Jahre gekommen und abgenutzt“, heißt es vonseiten der BäderBetriebe GmbH.

„Das Rebstockbad ist abgenutzt.“ – Sprecher der BäderBetriebe GmbH

Demnach sei das Rebstockbad in einem problematischen Zustand. Fassaden, Fliesen, Beton sowie der hohe Energieverbrauch, aber vor allem der Dachrand und die technischen Anlagen seien Problemzonen, bei denen dringender Handlungsbedarf bestehe.

Während der Nutzung der Schwimmbecken fiel außerdem auf, dass eine Trennung der Nutzungsbereiche fehle und sich Gäste durch ihre verschiedenen Nutzungsabsichten, wie Sport, Ruhe oder Erlebnis, gegenseitig stören. Auch das soll nun im Neubau berücksichtigt werden.

Alles zum Neubau

Die neue Schwimmstätte soll in vergleichbarer Größe und an derselben Stelle wie das heutige Bad erbaut werden. Als zentrale Angebote des neuen Rebstockbads werden ein Sporthallenbad für öffentliches Schwimmen, ein Erlebnisbad und eine Saunalandschaft in separaten Nutzungsbereichen entstehen. Außerdem sollen Betriebsabläufe durch Büroflächen der BäderBetriebe GmbH im Obergeschoss verbessert werden.

Für Abriss und Neubau werden demnach insgesamt etwa 86 Mio. Euro investiert, finanziert von der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH. „Wir rechnen mit einer Fertigstellung des neuen Rebstockbads bis voraussichtlich 2024/25“, so ein Sprecher der BäderBetriebe GmbH.

„Das neue Rebstockbad soll voraussichtlich bis 2024/25 fertiggestellt werden.“ - Sprecher der BäderBetriebe GmbH

Bis dahin werde eine temporäre Überdachung des Freibads Hausen vorgenommen, sodass Besucher mit dem Schließen des aktuellen Rebstockbads im Frühjahr 2020 entsprechende Ausweichmöglichkeiten haben. Der Schwerpunkt werde dabei auf die Sicherstellung der Daseinsvorsorge für das Schul- und Vereinsschwimmen sein.

„Das Rebstockbad hat große Bedeutung für die Stadt Frankfurt“, betont der Pressesprecher. Es versorgt mehr als ein Drittel aller Gäste, die die Hallenbäder der BäderBetriebe GmbH besuchen. Das weiß auch Otto Ziegelmeier von Bockenheim-Aktiv: „Viele Bockenheimer haben dort schwimmen gelernt und mit der Familie und/oder Schulklasse schöne Stunden verbracht.“

„Nun muss der ganze Bau abgerissen werden, das tut irgendwie weh.“ - Otto Ziegelmeier, Geschäftsführer von Bockenheim-Aktiv

Außerdem sei es eines der meistbesuchten Bäder Deutschlands, worauf viele Frankfurter und Bockenheimer zu Recht stolz seien. „Nun muss der ganze Bau abgerissen werden, das tut irgendwie weh,“ so Ziegelmeier. Umso mehr freue er sich, dass es auch wieder neu aufgebaut wird. Es sei vor allem wichtig für den Schwimmunterricht, da immer weniger Kinder schwimmen können, sowie für die Naherholung und Entschleunigung des Alltags. (nm)

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