Wenn das Allerheiligenviertel und die neue Altstadt zum Hotspot werden

Normalerweise ist die Altstadt für politische und geschichtliche Ereignisse bekannt, das Allerheiligenviertel für Rotlicht und Kriminalität. Die Veranstalter der „Nacht der Museen“ möchten beide Viertel in einem neuen Licht zeigen.

Wenn das Allerheiligenviertel und die neue Altstadt zum Hotspot werden

In wenigen Wochen ist es wieder soweit: Zwischen 30.000 und 40.000 Menschen werden durch die Straßen und Museen Frankfurts ziehen und sich von der städtischen Kulturszene begeistern lassen. Dabei stehen bei der diesjährigen „Nacht der Museen“ vor allem zwei Viertel Frankfurts im Fokus: das Allerheiligenviertel und die neue Altstadt.

Erstmal öffnen neue Altstadt-Museen

Die neue Altstadt deshalb, weil sie 2019 erstmals bei einer Nacht der Museen in ihrer jetzigen Form existiert. Doch nicht nur die bislang bekannten Museen können Interessierte in der Nacht vom 11. zum 12. Mai besuchen. Zwei bisher noch geschlossenen Museen werden zum ersten Mal ihre Türen öffnen.

Zum einen ist das das Struwwelpetermuseum. Die Museumsleiterin wird in der besonderen Nacht für die Frankfurter Kultur Besucher durch die Räume führen und einen Ausblick auf die Ausstellung über Heinrich Hoffmanns Bilderbuch-Rebellen liefern. Zum anderen kann das Stoltze-Museum erstmals von der Öffentlichkeit betreten werden.

Im Rest der Altstadt können Besucher zum Beispiel in der Außenstelle des Archäologischen Museums „Kaiserpfalz franconofurd“ Spuren der Stadtgeschichte, die bis zu 2000 Jahre zurückführen, anschauen. Wer schon immer einmal im schönsten Raum des Römers - dem Kaisersaal - sein wollte, aber bisher nicht die Ehre hatte, kann das auch am 11. Mai tun.

Alternative Kunstszene im Allerheiligenviertel

Während in der Altstadt eher ältere Kultur zu sehen sein wird, wird sich im Allerheiligenviertel die junge Kunstszene Frankfurts ausleben. Laut den Veranstaltern der Nacht der Museen ist das Viertel der „neue Hotspot der Off-Szene“. Alternative Künstler wollen die Besucher dort mit junger Kunst, Streetart, Musik und Tanz begeistern. Im „Tor Art Space“ wartet ein „Raumerlebnis für alle Sinne“ auf Interessierte. Wenige Schritte weiter im „Yard“ wird es ein „experimentelles, junges Ausstellungsprogramm“ geben.

Etwas aus dem sonstigen Programm hinaus fallen die Veranstaltungen im Gesundheitsamt. Neben einer komödiantischen Talkshow mit Badesalz-Mitglied Henni Nachtsheim und Altkanzlersohn Walter Kohl wird einer der führenden Forscher Deutschlands einen Einblick in Haushaltshygiene und die Mikrobiologie geben.

40 Kulturinstitutionen mit dabei

Wer sich weder für alternative Kunst noch Geschichte interessiert, kann sich zu einer der anderen insgesamt mehr als 40 Kulturinstitutionen, die am 11. Mai mitmachen, begeben. Im Experiminta Science Center können sich Besucher beispielsweise eine Wissenschaftsshow anschauen und dabei die Welt der Videospiele erkunden. Zudem gibt es verschiedene Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen.

„Da bekommt man immer wieder eine ganz andere Seite Frankfurts zu sehen.“ - Ina Hartwig, Kulturdezernentin

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) freut sich bereits auf das Event: „Das bunte Treiben bei der Nacht der Museen, wenn gefühlt die ganze Stadt auf den Beinen ist, dabei aber eine entspannte Atmosphäre herrscht - da bekommt man immer wieder eine ganz andere Seite Frankfurts zu sehen.“

Dabei sein könnt Ihr, indem Ihr Euch an einer der Veranstaltungsstätten ein Ticket für 14 Euro kauft - ermäßig gibt es die Eintrittskarte für 9 Euro. Mit dem Ticket kommt Ihr in alle Veranstaltungen rein und könnt die eigens für die Nacht der Museen bereitgestellten Shuttlebusse und -schiffe sowie die historischen Bahnen aus den Sechzigerjahren in Anspruch nehmen. Veranstaltungen finden übrigens auch außerhalb der Stadtgrenze zwischen 19 und 2 Uhr in Offenbach und Eschborn statt. Das gesamte Programm findet Ihr hier. (ab)

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