Justiz ermittelt gegen Mitglied der Geschäftsleitung des Klinikum Höchst

Wegen möglicher Freiheitsberaubung

Justiz ermittelt gegen Mitglied der Geschäftsleitung des Klinikum Höchst

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Ermittlungen gegen Mitglieder der Geschäftsleitung des Klinikum Höchst aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber Merkurist. Es bestehe der Verdacht auf mögliche Freiheitsberaubungen. Zuerst hatte der Hessische Rundfunk über die Ermittlungen berichtet.

Die Untersuchungen begannen bereits im April, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. „Hintergrund der Ermittlungen ist eine RTL-Reportage. Zwei besorgte Zuschauer haben sich bei uns gemeldet und Strafanzeige erstattet“, erklärte der Sprecher. Nähere Angaben könne er nicht machen, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.

Eine Sprecherin des Klinikums konnte zu den Ermittlungen keine Angaben machen. „Uns ist davon nichts bekannt“, erklärte sie gegenüber Merkurist. Auch das Klinikum habe erst durch den Hessischen Rundfunk von der Investigation erfahren.

Der Fernsehsender RTL hatte Ende März dieses Jahres eine Dokumentation ausgestrahlt, in der Pflege und Behandlung von Patienten im Klinikum Höchst thematisiert wurden. Eine Journalistin hatte sich undercover in das Klinikum eingeschleust. Sie hatte von langfristiger Fixierung von Patienten und aggressivem Pflegepersonal berichtet. (nm)

Logo