Kennt Ihr diese Rapper aus Frankfurt?

Deutschrap ist heute eines der erfolgreichsten Genres der deutschen Musikszene. Den Weg ebnete ein Frankfurter, der als erster Rapper den 1. Platz in den Charts eroberte. Merkurist stellt Euch diesen und weitere bekannte Rapper aus Frankfurt vor.

Kennt Ihr diese Rapper aus Frankfurt?

Deutschrapper stürmen zurzeit regelmäßig die Charts und sind aus der deutschen Musikszene kaum mehr wegzudenken. Heute kennen selbst ältere Generationen mindestens drei Künstler dieses Genres - wenn auch nur aus dem Radio. Sowie damals Berlin als Geburtsstätte für Deutschrap galt, beherbergt heute auch unsere Mainmetropole viele berühmte Rapper. Kennt Ihr diese sechs Frankfurter Rapper?

Azad

Azad Azadpour schaffte es 2007 mit „Prison Break Anthem (Ich glaub’ an dich)“ als erster männlicher Solo-Rapper auf Platz 1 in den deutschen Single-Charts und ebnete so den Weg für nachkommende Rap-Kollegen. Warum ihn besonders in Frankfurt jeder kennt: Der Rapper mit kurdischen Wurzeln wuchs in der Nordweststadt in Frankfurt auf. Seinen Realabschluss machte er an der Ernst-Reuter-Schule II am Hammarskjöldring.

Seine Rap-Karriere begann er zunächst in der Gruppe „Asiatic Warriors“ bevor er 1999 dann seinen Alleingang startete und 2001 sein erstes Soloalbum veröffentlichte. Drei Jahre später gründete er sein eigenes Plattenlabel „Bozz Music“ mit Sitz in Frankfurt. Erst vor Kurzem erfüllte sich der Rapper seinen langjährigen Traum und eröffnete am 1. Februar 2019 sein eigenes Tattoostudio „Bozz Ink“ im Frankfurter Brückenviertel. Im Juni soll nun auch sein neues Album „Der Bozz 2“ erscheinen.

Haftbefehl

Durch seine Single „Chabos wissen wer der Babo ist“ verankerte sich das Wort „Babo“ (zazaisch für „Vater“ oder „Chef“) in der deutschen Sprache und wurde 2013 zum Jugendwort des Jahres gekürt. Aykut Anhan ist Sohn eines Kurden und einer Türkin und wurde in Offenbach geboren. Unter seinem Künstlernamen „Haftbefehl“ ist er heute in ganz Deutschland bekannt.

Früher vertickte er Drogen, heute führt er seine eigenen zwei Platten-Labels: Bei „Azzlackz“ in Frankfurt sind unter anderem bekannte Rapper-Kollegen wie Celo & Abdi, Hanybal und Olexesh sowie sein Bruder Capo unter Vertrag. Sein zweites Label „Generation Azzlack“ gründete er zusammen mit seinem Bruder.

Capo

Capo ist der jüngere Bruder von Haftbefehl und wurde als Cem Anhan ebenfalls in Offenbach geboren. 2012 war er das erste Mal bei einem der Songs seines Bruders als Feature vertreten und erlangte auch auf YouTube immer größere Beliebtheit. Nachdem Capo im Jahr 2013 mit Haftbefehl an dessen Album zusammenarbeitete, veröffentlichte Capo im selben Jahr sein erstes Album. Heute lebt er in Frankfurt und führt mit seinem Bruder neben dem Platten-Label „Generation Azzlack“ auch seine eigene Mietwagenfirma „Time 2 Rent“ auf der Hanauer Landstraße in Frankfurt.

Celo & Abdi

Die beiden Rapper des Duos Celo & Abdi sind gebürtige Frankfurter, deren Eltern als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Celo ist Bornheimer mit bosnischen Wurzeln und Abdi wuchs in Goldstein als Sohn von Marokkanern auf. Die beiden lernten sich bei einem Nebenjob in einem Callcenter kennen und veröffentlichten 2010 ihr erstes Mixtape „Mietwagentape“ kostenlos im Internet.

Schon bald erlangten die beiden überregionale Bekanntheit und sicherten sich einen Plattenvertrag bei Haftbefehls „Azzlackz“. Mittlerweile haben die zwei jedoch auch ihr eigenes Label „385idéal“ mit Sitz in Frankfurt, bei dem bekannte Rapper wie Olexesh und Nimo unter Vertrag stehen. Ihr bisher letztes Album „Diaspora“ veröffentlichten sie 2017 mit dem gleichnamigen Single-Erfolg.

Schwesta Ewa

Schwesta Ewa ist vor allem durch ihre Skandale bekannt geworden. Als Ewa Melanda in Polen geboren, zog sie in jungem Alter mit ihrer Mutter nach Kiel und begann mit 16 Jahren als Prostituierte zu arbeiten. 2004 zog sie nach Frankfurt und arbeitete auch hier im Rotlichtmilieu. Acht Jahre später entdeckte der Rapper Xatar ihr Talent für das Rappen, woraufhin Gastauftritte in den Alben bekannter Deutschrapper, wie Celo & Abdi, folgten. 2015 erschien ihr erstes Album „Kurwa“.

2018 wurde die kontroverse Rapperin in Frankfurt wegen 35-facher Körperverletzung, Steuerhinterziehung und sexueller Verführung Minderjähriger zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nachdem nun alle Revisionsversuche verworfen wurden, soll sie dieses Jahr ins Gefängnis gehen/kommen. Im Januar 2019 brachte sie ihre Tochter auf die Welt und kündigte kurz darauf ihr neues Album an, das noch vor ihrem Gang ins Gefängnis erscheinen soll.

Hanybal

Hanybal, der bürgerlich Sascha-Ramy Nour heißt, wuchs als Sohn einer Deutschen und eines Ägypters in Frankfurt Nordweststadt auf. Er spielte in seiner Jugend bei Frankfurt-Heddernheim Fußball und gründete 2006 mit dem Rapper Solo das Rap-Duo 439. Nachdem ein Freund ihr Mixtape ungeplant veröffentlicht hatte, lösten die beiden sich auf. Heute steht Hanybal unter Haftbefehls Label „Azzlackz“ unter Vertrag und bringt Millionen Klicks auf YouTube ein. Neben Features in Songs von Rap-Kollegen wie MC Bonez, Gzuz und Sido, veröffentlichte er 2016 sein zweites und bisher letztes Album „Haramstufe Rot“. (nm)

Wo Ihr Haftbefehl und andere Frankfurter Promis antreffen könnt, erfahrt Ihr in diesem Merkurist-Artikel.

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