Nicht bei allen Verständnis für Verkehrskontrollen

Die Polizei führt in den nächsten Tagen verstärkt Verkehrskontrollen durch. So soll die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer füreinander verbessert werden.

Nicht bei allen Verständnis für Verkehrskontrollen

Die Kreuzung an der Alten Oper zwischen Taunusanlage, Bockenheimer Landstraße und Bockenheimer Anlage ist eine der meistbefahrenen in Frankfurt - und ein Unfallschwerpunkt. Deshalb hat dort am Dienstagmorgen der Auftakt für die Aktion „Mehr Vorsicht mehr Rücksicht“ der Frankfurter Polizei stattgefunden.

„Wir haben geschaut: wo gibt es Schwerpunkte und Beschwerdelagen“, erklärt der Leiter der Verkehrsdirektion des Polizeipräsidiums Erik Hessenmüller. Zu tun gibt es vieles an diesem Morgen. Vor allem sind es Fußgänger und Radfahrer, die rote Ampeln missachten und Radfahrer, die auf dem Gehweg fahren, welche die Polizisten beschäftigen.

Nicht alle haben Verständnis

„Die Stelle ist richtig gefährlich.“ - Radfahrerin

Einige zeigen sich einsichtig, andere stören sich an den Kontrollen. „Das ist eine Sauerei, was Sie hier machen“, platzt es aus einer Frau heraus, als ein Polizist sie anhält. Sie kenne sich nicht aus und sei nur wenige Meter auf dem Gehweg gefahren. Und daran seien auch die rücksichtslosen Autofahrer schuld. Auch eine andere Radfahrerin sieht es so. „Die Stelle ist richtig gefährlich“, darum sei sie auf den Gehweg ausgewichen.

Auf der Bockenheimer Anlage stadteinwärts müssen sich Radfahrer zwischen Abbiegespur und Fahrstreifen einfädeln. Links ein Bus, rechts ein Lastwagen, das wird schnell eng. Aber Gesetz ist Gesetz. 15 Euro kostet das Fahren mit dem Rad auf dem Gehweg, bei Behinderung von Fußgängern oder Unfällen werden 20 oder 30 Euro daraus.

Kontrollen laufen bis Anfang Juni

„Es soll ja ein Miteinander sein, aber immer mehr Menschen fahren die Ellbogen aus“, schildert ein Polizist seine Eindrücke aus dem Dienstalltag. Ihm sei es am liebsten, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie zur Einsicht zu bewegen.

„Fußgänger und Radfahrer haben keine Knautschzone.“ - Erik Hessenmüller, Polizei Frankfurt

Um diese Einsicht weiter zu fördern, sollen die Kontrollen noch bis zum 2. Juni fortgesetzt werden. Nicht nur im Innenstadtbereich, auch in den Randgebieten, wie Polizeidirektor Hessenmüller versichert. Denn: „Fußgänger und Radfahrer haben keine Knautschzone, daher sind die Kontrollen so wichtig.“

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