Das erwartet Euch auf dem 27. Christopher Street Day in Frankfurt

50 Jahre sind die Stonewall Riots, der Ursprung der weltweiten CSD- und Pride-Feste, nun her. In diesem Sinne feiert Frankfurt dieses Wochenende seinen mittlerweile 27. Christopher Street Day.

Das erwartet Euch auf dem 27. Christopher Street Day in Frankfurt

Am 28. Juni 1969 gab es die ersten Aufstände der queeren Community in New York. Nachdem damals in der Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street erneut Razzien durchgeführt wurden, begehrten die Menschen auf. Dies will der diesjährige Christopher Street Day (CSD) unter dem Motto „50 Jahre Stonewall – Wir sind Bewegung!“ in Frankfurt feiern.

Am kommenden Wochenende findet der 27. CSD in Frankfurt statt und bietet allen Fans wieder ein umfangreiches Programm zum Feiern und Fröhlichsein. Noch bevor das CSD-Wochenende beginnt können sich Schaulustige schon am Donnerstag, 18. Juli, auf das bunte Treiben einstimmen. Dann sind bereits alle Gastro-Stände und die Hauptbühne an der Konstablerwache aufgebaut und laden zu dem ersten Frankfurter CSD-Open-Air Kino ein.

Um 20 Uhr leitet Christian Setzepfandt, Stadtführer und Vorstandmitglied der AIDS-Hilfe Frankfurt, den Abend mit einem Vortrag über die Geschichte der Frankfurter Emanzipationsbewegung ein. Danach zeigt der CSD-Verein die zwei queeren Filme „Fünf Tage in New York – Gay Pride am Hudson“ und „Mario“. Der Eintritt ist frei.

Bunter Demozug durch die Stadt

Einer der wichtigsten Programmpunkte am Wochenende ist dann wohl die CSD-Demonstration. Am Samstag versammeln sich die Teilnehmer von 9 bis 11:15 Uhr auf dem Römerberg. Zum Start wird vom Römer-Balkon aus die Regenbogenflagge gehisst, bevor es dann um 12 Uhr mit dem Demo-Lauf losgeht. Die Route startet am Römerberg und führt über den Kornmarkt, den Roßmarkt sowie den Goetheplatz und die Bleichstraße bis in die Töngesgasse, wo die Demo um etwa 14:15 Uhr endet.

Gefeiert wird ab Freitag außerdem auf dem Communityfest an der Konstablerwache, auf dem eine Reihe von Künstlern auf der CSD-Hauptbühne mit Live-Musik, Polit-Talk und DJ-Sets die Besucher unterhalten. Mit dabei sind unter anderem Laing, Whigfield, Jade Pearl Baker und das Conchita-Wurst-Double Conchita 4711. Am CSD-Infostand am Rande des Festplatzes könnt Ihr mit dem Kauf eines Förderbändchens den CSD-Verein unterstützen.

An den Gastro-Ständen rund um die Hauptbühne können sich Besucher mit Essen und Trinken versorgen. Auf der Hauptbühne wird auch die traditionelle Schweigeminute in Gedenken an alle, die in diesem Jahr nicht mitfeiern können, eingeleitet. Dafür verstummt am Samstag um 18 Uhr das wilde Treiben auf allen Schauplätzen des CSD - für insgesamt fünf Minuten.

Infostände und High-Heel-Rennen

Die Große Friedberger Straße wird am Wochenende zur Infostraße. Auf dem Basar der Vielfalt können sich Besucher an den Infoständen von LGBTIQ*-Gruppen, -Vereinen und -Initiativen umfangreich informieren. Die CSD-Kulturbühne bietet zudem auch hier noch mehr Unterhaltung. Um jeweils 19 Uhr können sich Balance-Meister im Zweikampf auf dem CSD-Stöckelschuh-Wettrennen über die Infostraße messen.

Bei der Tombola zugunsten der AIDS-Hilfe könnt Ihr für einen Lospreis von 1,50 Euro an einer Verlosung mit vielen Preisen teilnehmen und gleichzeitig die Arbeit der AIDS-Hilfe Frankfurt unterstützen. An allen drei Tagen sind Losverkäufer auf den Schauplätzen unterwegs. Die Gewinnlose könnt Ihr dann im Tombola-Zelt der AIDS-Hilfe einlösen.

Im Festzelt auf dem Basar der Vielfalt können Besucher ein kleines Fotoshooting machen und mit ihren Schnappschüssen am GAB-Covermodel-Contest teilnehmen. Das Casting findet am Samstag und Sonntag statt. Nach dem CSD-Wochenende werden alle Fotos auf der GAB-Website online gestellt, auf der die Besucher der Website abstimmen können.

Polizei vor Ort

Die Frankfurter Polizei ergreift, wie bei Großveranstaltungen und -versammlungen üblich, umfangreiche Maßnahmen für die Sicherheit. „Wir werden im Einsatz sein, um das Versammlungsrecht bei der Demonstration zu gewährleisten sowie die Einschränkungen im Straßenverkehr möglichst gering zu halten“, so Polizeisprecherin Chantal Emch.

Im vergangenen Jahr sei der CSD grundsätzlich sehr friedlich verlaufen. Allerdings kam es zu Fällen von sexueller Belästigung, in denen Personen unsittlich berührt wurden. Die Frankfurter Polizei werde entsprechende Maßnahmen durchführen, um Straftaten zu verhindern und eine gesicherte Strafverfolgung zu gewährleisten, so Emch.

Noch mehr Infos zum CSD-Programm findet Ihr im Programmheft. Hier findet Ihr eine Liste der CSD-Partys. (ab)

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