Frankfurt rockt im Ponyhof

In Frankfurt gibt es nur Banken und Techno? Die Nachwuchsbands Lady Moustache und The Garciass haben gezeigt, dass die Mainmetropole musikalisch einiges mehr zu bieten hat und den Gästen ordentlich eingeheizt.

Frankfurt rockt im Ponyhof

Im gut gefüllten Sachsenhäuser Ponyhof ging es am Donnerstagabend trotz Temperaturen südlich des Gefrierpunktes heiß her, als sich die lokalen Alternative Rockbands „Lady Moustache“ und „The Garciass“ jeweils im klassischen Line-up aus zwei Gitarristen, einer davon gleichzeitig auch Leadsänger, Bassisten und Drummer, die Ehre gaben.

Pure Energie, bald für die Ewigkeit konserviert

The Garciass lieferten eine energiegeladene Show ab. Bei schummrigem Licht verbreitete die Band Rockmusik vom Feinsten in den Räumen des Ponyhofs. Dabei zeigten die vier Jungs um den Sänger und Gitarristen Antoine Orellius, wie sehr sie sich und ihren ganz eigenen Musikstil seit ihrem ersten Konzert im Ponyhof Ende Januar weiterentwickelt haben. Kein Wunder: In der Zwischenzeit konnten sie bei einigen Auftritte in Spanien Bühnenerfahrung sammeln.

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Beim Konzert präsentierten sie schon mal ihre Lieder, die sich bald auf ihrer ersten eigenen EP befinden werden. Ob die Lieder allerdings in ihrer im Ponyhof präsentierten Form dort veröffentlicht werden, ist abzuwarten. Das internationale Quartett verändert seine Songs nämlich ständig weiter.

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Retro-Bärte aus einer anderen Zeit

Auch Lady Moustache musizierte zu viert auf der Bühne. Im 70er-Jahre-Sound präsentierten die Musiker rockige, rohe und rotzige Stücke sowie Lieder, die leise und melancholisch daherkommen. Nicht nur mit ihrer Musik, die aus einer früheren Zeit zu stammen scheint, heben sich Lady Moustache von anderen Bands ab. Wie der Name der Band verrät, dreht sich bei den Musikern alles um den Bart - auf Französisch heißt der nämlich Moustache. Alle vier Bandmitglieder sind Bartträger.

Die Gäste waren begeistert und belohnten die Performance der Band mit lautem Beifall.

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Zusammen geht es besser

„Für die Verhältnisse war es echt wunderschön.“ - Lady Moustache

Am Ende zeigten sich die Musiker aus beiden Bands hocherfreut über den Anklang, die ihr gemeinsamer Auftritt beim Publikum fand. „Für einen Donnerstag war es gut voll“, sagte Lady Moustache-Gitarrist Steffen Wolf. „Wir können uns da echt nicht beschweren. Es ist eben eine kleine Location, und dafür war es total schick. Für die Verhältnisse war es echt wunderschön.“

„Wir suchen Musiker, die zusammenarbeiten wollen.“ - The Garciass

„Wir suchen Musiker, die diesen Spirit haben, zusammenarbeiten zu wollen“, bemerkte The Garciass-Frontmann Orellius. „Denn ich denke, Musiker sollten zusammenarbeiten.“ Lady Moustache seien total bescheiden gewesen, als er sie kontaktiert habe. „Meine Idee war es, ein Bild von Frankfurt zu verkaufen. Es gibt nicht nur Banken, sondern auch eine alternative Bewegung“, sagte Orellius.

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„Wenn es vom Kalender her passt, wäre es schön, häufiger mit Lady Moustache aufzutreten.“ - The Garciass

„Ich denke, Musiker und Künstler sollten sich gegenseitig unterstützen, und wenn das passiert, könnte die Stadt auch ein anderes Bild von sich nach außen verkaufen“, fuhr er fort. „Wenn es vom Kalender her passt, wäre es schön, häufiger zusammen mit Lady Moustache aufzutreten.“ Nach dem gestrigen Abend sehe Orellius die beiden Bands auf jeden Fall wieder zusammen auf der Bühne.

Die Frankfurter Szene

Lady Moustache findet sich auf jeden Fall in einer Musiker-Szene in Frankfurt wieder. Die mag zwar nicht so einfach zu entdecken sein, wie beispielsweise in Berlin, so Wolf, aber sie sei da. Neben der Arbeit und der Freundin gebe es für die Bandmitglieder folglich einen guten Grund, in Frankfurt zu bleiben.

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„Wir haben schon Kontakte in Schweden, Spanien und der Schweiz, die The Garciass dorthin holen möchten, und ich finde, dass wir eine zweite Band mitnehmen sollten“, stellte Orellius gemeinsame Tourpläne in Aussicht. „Nach dem heutigen Abend sehe ich uns auf jeden Fall wieder zusammen auf der Bühne“, pflichtete Wolf ihm bei.

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