Linke demonstrieren in Frankfurt gegen Rechtsextremismus

Auseinandersetzungen mit der Polizei

Linke demonstrieren in Frankfurt gegen Rechtsextremismus

Rund 400 Menschen haben am Dienstagabend gegen Rechtsextremismus demonstriert. Dabei kam es zu vereinzelten Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Unter dem Motto „Für einen gesellschaftlichen Antifaschismus“ hatten sich die Demonstranten am Hauptbahnhof versammelt. Über Rossmarkt und Eschenheimer Tor zog die Gruppe zunächst friedlich über die Bleichstraße. Immer wieder riefen die Demonstranten Parolen gegen Rechtsextremismus und gegen die Polizei. Auf der Bleichstraße kurz hinter dem Eschenheimer Tor wurde aus der Demonstration heraus mehrfach Pyrotechnik gezündet. Die Polizei stoppte daraufhin den Aufzug, es kam zu einer kurzen Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Beamten. Die Polizisten setzten Pfefferspray ein.

Nachdem sich die Situation beruhigt hatte, lief die Demonstration über die Konrad-Adenauer-Straße zur Konstablerwache. Im späteren Verlauf wurde ein Beamter laut Polizei aus dem Aufzug heraus mit rohen Kartoffeln beworfen. Von der Konstablerwache zogen die Protestierer über die hintere Zeil, die Friedbergeranlage und die Berger Straße zum Merianplatz, wo die Demonstration aufgelöst wurde.

Im Nachgang kam es zu einer Festnahme wegen Vermummung, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Verletzte gab es nach Angaben der Sprecherin keine, weder aufseiten der Polizei noch aufseiten der Demonstranten. Die Ermittlungen zu der getätigten Festnahme dauern an. Die Person soll ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz begangen haben, da sie sich vermummt haben soll.

Hintergrund des Protests war der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Der CDU-Politiker Lübcke war am 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen worden. Die Bundesanwaltschaft geht inzwischen von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat aus. (nm)

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