So leicht kommen Teenies in Frankfurt an Alkohol

Stadt stellt Ergebnisse der Alkohol-Testkäufe vor

So leicht kommen Teenies in Frankfurt an Alkohol

Jedes dritte Geschäft in Frankfurt hat im vergangenen Jahr Alkohol an Jugendliche verkauft. Das geht aus den Ergebnissen der Alkohol-Testkäufe 2018 hervor, die die Stadt am Donnerstag vorgestellt hat. Seit 2014 schickt die Stadt regelmäßig jugendliche Testkäufer los, um zu überprüfen, ob sich die Verkäufer in Frankfurt an die Gesetze halten.

Insgesamt 153 Kontrollen mit Testkäufern gab es im vergangenen Jahr in Frankfurt. Kontrolliert wurden vor allem Supermärkte, Kioske und Tankstellen. Das Ergebnis: In jedem dritten getesteten Laden haben die Jugendlichen Alkohol bekommen. Die Gesamtzahl der Kontrollen setzt sich aus 136 Erstkontrollen und 17 Nachkontrollen ausgewählter Geschäfte zusammen, die gegen das Verkaufsverbot verstoßen haben. Bei den Nachkontrollen wurde den Testkäufern in drei Fällen erneut Alkohol verkauft.

Im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren liegt die Zahl der Verstöße aber recht niedrig. Zu Beginn der Kontrollen im Jahr 2014 wurden noch 60 Prozent der getesteten Geschäfte beanstandet. Mit den Jahren ist die Zahl in Frankfurt immer weiter gesunken. „Man sieht am Beispiel der Testkäufe, dass die Kontrollen, auch wenn die Zahlen noch immer hoch sind, immer weiter sinken“, so ein Sprecher des Sicherheitsdezernats. Auch in Zukunft wolle die Stadt die Testkäufe gemeinsam mit der Stadtpolizei und dem Präventionsrat weiterführen.

Insgesamt neun Testkauf-Aktionen hat die Stadt im vergangenen Jahr veranstaltet. Die Testkäufer werden dann, begleitet von der Stadtpolizei, in verschiedene Läden geschickt und versuchen, dort Alkohol zu kaufen. Auch 2019 führt die Stadt die Alkohol-Testkäufe weiter. Dafür sucht sie regelmäßig nach Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren, die Lust haben, mitzumachen. Interessierte können sich entweder telefonisch unter der 069/212-35443 an die Geschäftsstelle des Präventionsrats wenden oder eine Mail an Dirk Herwig von der Stadtpolizei (dirk.herwig@stadt-frankfurt.de) schreiben.

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