Frankfurter müssen wegen Müllproblem umerzogen werden

Überquellende Mülleimer und Abfall auf Straßen und Grünflächen verunstalten die Stadt. Doch solange nicht die Mehrheit der Frankfurter bereit ist, den Fehlentsorger sozial zu verurteilen, wird sich nichts an der Situation ändern. Ein Kommentar.

Frankfurter müssen wegen Müllproblem umerzogen werden

In den vergangen Jahren sind überquellende Mülltonnen sowie Abfall auf der Straße und leere Glasflaschen, Plastikgrillzubehör und Becher auf den Grünflächen Teil des Erscheinungsbilds der Stadt geworden. Wenn der Kaffeebecher leer ist, dann wird er auch einfach mal hinter sich geschmissen oder auf der Mauer stehen gelassen – und lockt somit Ratten und andere Tiere an. Doch das sieht nicht nur unschön aus, sondern hat auch ernsthafte hygienische Konsequenzen und Auswirkungen auf die Umwelt. Dem kann nur entgegengewirkt werden, wenn die Frankfurter etwas an ihrer Einstellung ändern. Denn solange Einzelne hinter der Mehrheit hinterherkehren, wird sich an der Verunstaltung der Stadt nichts ändern. Es wird Zeit, dass die Frankfurter wegen des Müllproblems in ihrer Stadt umerzogen werden.

Müll gehört nicht zwangsweise zu einer Großstadt

Doch Müll gehört zu einer Großstadt, werden jetzt womöglich einige sagen. Schließlich konsumieren viele Menschen auch viele Produkte und produzieren somit Abfall – eine einfache mathematische Rechnung. Doch in Zeiten von Einweg-Optionen muss das nicht sein. Klar ist man mit seiner Brotdose und Trinkflasche erst einmal der Außenseiter unter den Kollegen und den Freunden. Doch wer will, der kann Müll auf zahlreichen Wegen vermeiden und somit als Vorbild für sein Umfeld dienen und zeigen, dass eine saubere Stadt möglich ist.

Wie bei jedem neuen Lebensstil, wird man erst einmal auf Widerstand treffen. Die wenigsten ändern gerne ihre Routine – ist es doch einfacher und gemütlicher so weiter zu machen, wie bisher. Zudem scheinen wir heute alle mehr auf unsere Bedürfnisse fokussiert zu sein und uns weniger um das große Ganze zu kümmern. Deshalb lassen wir den Becher unauffällig mitten auf dem Gehweg fallen, anstatt gegen unser Bedürfnis schnell an den nächsten Ort zu kommen die paar Schritte mehr zum nächsten Mülleimer zu gehen.

Sauber Flächen werden nicht so verschmutzt, wie dreckige

Doch der eigene Müll fängt ja jetzt schon an, die Frankfurter zu stören. Schließlich sieht die Stadt schöner aus, wenn sie sauber ist. Auf eine saubere Fläche werfen auch weniger Menschen ihren Abfall. Denn dann fällt die eigene Tat mehr auf und man würde von der Mehrheit vorwurfsvoll angeschaut werden. Es wäre nicht mehr normal.

Und genau dieser vorwurfsvolle Blick ist nötig; Vorreiter, die klar machen, dass die zukünftigen Einwohner eine Vermüllung der Stadt nicht akzeptieren und diese verurteilen werden. Soziale Kontrolle war schon immer der beste Weg, um eine Verhaltensveränderung hervorzurufen. (pk)

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