Darum hat das Moon13 zugemacht

Still und leise schlossen sich im Mai die Türen des Moon13 in Fechenheim. Warum der Klub dichtgemacht hat, dazu gibt es unterschiedliche Antworten.

Darum hat das Moon13 zugemacht

Als sich die Türen des Cocoon Clubs in Fechenheim im November 2012 endgültig schlossen, klaffte für viele Feiernde in Frankfurt plötzlich eine große Lücke in der Klubszene. Umso brisanter war die Meldung nur wenige Monate später, dass ein neuer Betreiber die Räume in dem „Ufo“ genannten Gebäude wiederbeleben möchte. Auf einer Pressekonferenz wurde bekannt gegeben, dass zukünftig das Moon13 in die Räume ziehen wird.

Im Februar 2013 war es dann soweit: Das Moon13 wurde eröffnet und sogleich von den Frankfurtern gut angenommen. Es etablierte sich in der hiesigen Klubszene. Umso größer war die Verwunderung, als im Februar 2017 im Journal Frankfurt ein großer Bericht erschien, in dem von mehreren Verfehlungen vonseiten der Klub-Führung berichtet wurde. Genauer ging es um eine Kontrolle des Ordnungsamtes. Es wurden verloren geglaubte Mobiltelefone im Büro gefunden, bei einer Putzkraft soll die Duldung abgelaufen gewesen sein und ein Türsteher soll per Haftbefehl gesucht worden sein.

Gäste äußern ihren Unmut auf Facebook

„Das Moon13 befindet sich angeblich in der ‘Sommerpause’. Habe noch nie gehört, dass ein Club für mehrere Monate Pause macht.“ - Gast auf Facebook

Doch die Mängel sollen schnell behoben worden sein. Dem Artikel ist zu entnehmen, dass der Klub schon wenige Tage später wieder eröffnete. Danach ging es weiter wie zuvor. Zumindest bis zum Mai dieses Jahres. Die Türen blieben ohne große Ankündigung verschlossen, die Internetseite wurde umgeleitet und auf der Facebookseite wurden nur noch Bilder von der Mainzer Disko Europalace gepostet. Die Gäste äußerten ihren Unmut unter anderem mit Aussagen wie diesen auf Facebook: „Gibt es das Moon13 nicht mehr? Werde auf der Homepage immer auf das blöde Europalace verlinkt.“, „Das Moon13 befindet sich angeblich in der ‘Sommerpause’. Habe noch nie gehört, dass ein Club für mehrere Monate Pause macht.“

Nachgefragt beim Europalace, das den gleichen Betreiber wie das Moon13 hat, sagt ein Mitarbeiter gegenüber Merkurist, dass die beiden Klubs nicht mehr miteinander zu tun haben und man auch nicht wisse, was los sei. Laut Handelsregisterauszug war der letzte in Frankfurt eingetragene Geschäftsführer der Omnia Event Gastro GmbH, die die Klubs betreibt, Christian Sieve.

Verschiedene Begründungen für das Ende des Moon13

Er sagt am Telefon, dass der Mietvertrag ausgelaufen sei und das Moon13 deshalb geschlossen habe. Auf die Frage hin, warum das nicht offiziell verkündet wurde, unterbricht die Telefonverbindung. Ein weiteres Gespräch kommt nicht zustande.

„Es gibt eine Verwaltungsverfügung von uns, die den Betrieb untersagt.“ - Michael Jenisch, Sprecher Ordnungsamt

Doch es gibt noch einen Mann in Frankfurt, der Informationen zum Moon13 hat: Michael Jenisch, der Sprecher des Ordnungsamts. Er bestätigt, dass das Moon13 seit mehreren Monaten geschlossen ist. Doch der Grund ist laut Jenisch ein anderer: „Es gibt eine Verwaltungsverfügung von uns, die den Betrieb untersagt.“ Diese erfolgte aufgrund von Mängeln im Betriebsablauf aber vor allem wegen Schulden an verschiedenen Stellen. „Da ist einiges schief gelaufen“, fasst Jenisch zusammen.

„Die Verfügung wurde nach der Kontrolle im September 2017 ausgesprochen, doch der Betreiber hat dagegen geklagt“, sagt Jenisch. Im Mai 2018 wurde die Klage jedoch zurückgezogen und somit ist die Verfügung seitdem in Kraft. Damit sieht es also nicht so aus, als würde das Moon13 noch einmal eröffnen. (mr/lp)

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