So funktionieren die neuen „Gum Walls“ in der Innenstadt

Auch in Frankfurt spucken viele Menschen ihre Kaugummis einfach auf die Straße - für die Stadt ist die Reinigung allerdings aufwendig und teuer. Doch künftig gibt es Abhilfe.

So funktionieren die neuen „Gum Walls“ in der Innenstadt

Fünfmal im Jahr bricht der Frankfurter Entsorgungsbetrieb FES mit einem großen Ziel zur Zeil auf: die dort am Boden klebenden Kaugummireste zu entfernen. Denn auch in Frankfurt spucken viele Menschen ihre Kaugummis achtlos auf die Straßen und Wege. Für die FES eines der größten Müllprobleme entlang der Einkaufsmeile. „Gerade für uns als Entsorgungsbetrieb ist die Beseitigung von Kaugummis schwierig, da diese aufgrund der Beschaffenheit des Bodenbelags in Einzelarbeit entfernt werden müssen“, sagt FES-Stabsstellenleiter Michael Werner.

Und genau deshalb gibt es entlang der Zeil und in anderen Teilen der Frankfurter Innenstadt nun Abhilfe. Die neuen Helfer der FES heißen „Gum Walls“, also Kaugummi-Wände, und sollen die Frankfurter spielerisch dazu bringen, ihre Kaugummis anderweitig zu entsorgen. „Wer seinen gebrauchten Kaugummi loswerden möchte, kann ihn jetzt auf eine mit lustigen #cleanffm-Smileys beklebten Papierwand in einem grünen Kasten kleben“, sagt Dagmar Schöne von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt, die das Projekt für die Stadt initiiert hat. Bis zu 49 Kaugummis passen auf die wasserfeste Papierwand. Ist sie komplett beklebt, wird sie durch eine neue ersetzt.

Frankfurt startet mit fünf „Gum Walls“

„Jeder Kaugummi, der auf der Papierwand der Gum-Walls klebt, ist ein Beitrag für ein sauberes Frankfurt.“ - Dagmar Schöne, Stabsstelle Sauberes Frankfurt

Am Dienstag wurde die erste „Gum Wall“ am Brockhausbrunnen auf der Zeil eingeweiht. Insgesamt fünf Kaugummiwände sollen mit Projektstart auf der Zeil und in der Innenstadt aufgestellt werden und dafür sorgen, dass die Stadt sauberer wird. „Handelsüblicher Kaugummi ist biologisch nicht abbaubar und bleibt, wenn er auf den Boden gespuckt wird und austrocknet, bis zu fünf Jahren haften“, so Schöne. „Jeder Kaugummi, der auf der Papierwand der Gum-Walls klebt, ist ein Beitrag für ein sauberes Frankfurt.“

Unterstützt wird das Projekt von der FES. Die Mitarbeiter übernehmen den regelmäßigen Austausch der Anklebeblätter. Ursprünglich kommt die Initiative aus Baden-Württemberg und hat das Ziel, Verschmutzung durch Kaugummis auf verschiedensten Flächen einzudämmen. „Dort, wo die Gum-Wall zum Einsatz kommt, können wir beobachten, dass die Vorrichtung genutzt wird und für Gesprächsstoff sorgt“, so Klaus Götz, Initiator des Projektes. „Zudem wird mit den bunten Hinguckern das Problembewusstsein geschärft, sodass auch die Mülleimer wieder stärker genutzt werden.“ (nl)

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