Warum der RMV jetzt mit den Kölner Verkehrs-Betrieben zusammenarbeitet

Rund zwei Stunden Bahnfahrt trennen das Rhein-Main-Gebiet und die Stadt Köln. Zumindest auf dem Smartphone rückt Köln nun aber in Reichweite. Denn wer in der RMV-App Fahrkarten kauft, findet dort eine Neuerung.

Warum der RMV jetzt mit den Kölner Verkehrs-Betrieben zusammenarbeitet

Wer vom Rhein-Main-Gebiet aus nach Köln fahren will, kann künftig in der App des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) Fahrkarten der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) kaufen — und umgekehrt. Vorgestellt wurde das neue Projekt von Vertretern beider Verkehrsverbünde am Montag in Frankfurt.

Das breitere Ticketangebot in den Apps von RMV und KVB funktioniert dank einer gemeinsamen digitalen Schnittstelle. Mit dem Update von Montag ist das Feature ab sofort für alle App-Nutzer verfügbar. Für RMV-Chef Knut Ringat werden die Apps der beiden Verkehrsverbünde durch die Neuerung „zu übergreifenden Mobilitäts-Apps“.

Das sieht auch Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB, so. „Damit sind KVB und RMV Vorreiter in Deutschland“, sagt sie. „Kunden wollen Tickets von A nach B, egal welches Verkehrsmittel, welcher Verbund und welcher Anbieter.“ Genau das werde nun angeboten.

Dahinter steckt das bundesweite Vernetzungsprojekt IPSI, bei dem Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland ihre Tarife untereinander als Handytickets anbieten können. Fahrgäste sollen so nicht mehr auf viele verschiedene Nahverkehrs-Apps angewiesen sein. Stattdessen werde die vertraute App des Fahrgastes mit anderen Handy-Ticket-Systemen verknüpft.

Künftig sollen noch weitere Städte mit ihren Verkehrsverbünden über IPSI verknüpft werden. Welche Städte folgen sollen, hat der RMV noch nicht bekanntgegeben. Ziel sei jedoch eine große Auswahl verschiedener Städte. „Nachdem bereits seit 2018 DB-Fernverkehrsfahrkarten über die RMV-App gekauft werden können, wollen wir mit IPSI schrittweise die gesamte Nahverkehrsbranche in unsere App einbinden“, so Ringat. (ts)

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