Brauhaus im Henninger Turm startet Crowd-Kampagne

Die Umbaumaßnahmen im neuen Henninger Turm sind nicht günstig. Daher wollen die „MoschMosch“-Betreiber, die am Freitag ein neues Bierlokal am Fuß des Turms eröffnen, ihr Gastronomie-Projekt mithilfe der Frankfurter Bürger refinanzieren.

Brauhaus im Henninger Turm startet Crowd-Kampagne

Das „Brauhaus“, das am kommenden Freitag am Fuß des neuen Henninger Turms eröffnet, sucht mit einer Online-Kampagne nach Investoren. Zwar ist das Lokal bereits fertig gebaut, doch die Betreiber wollen das dadurch eingenommene Geld nutzen, um angefallene Umbaukosten zu refinanzieren.

Dabei unterscheidet sich die Kampagne vom klassischen „Crowdfunding“, bei dem es um Spenden geht. Die „Brauhaus“-Betreiber, die auch hinter dem „MoschMosch“ stehen, haben sich für „Crowdinvesting“ entschieden. Wie bei anderen Geldanlagen auch, soll durch das „Crowdinvesting“ bestenfalls etwas für die Investoren herauspringen. Eine Rendite von 4,8 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von 3 Jahren versprechen die Betreiber. Zusätzlich gibt es ab bestimmten Geldbeträgen besondere Prämien in Form von Essens- und Getränkerabatten für das „Brauhaus“.

Zugehörigkeit und wirtschaftliche Teilhabe

Angepeilt wird ein „Crowdinvesting“-Betrag von bis zu 500.000 Euro. Bereits ab 100 Euro können die Frankfurter Bürger Investoren werden. Die Idee dahinter: „Im Vordergrund steht die Verbundenheit. Der Henninger Turm ist ein Wahrzeichen und so kann jeder, der will, ein Teil der Story werden“, erklärt Julian Kerkhoff von der Kommunikationsagentur „Newskontor“, die das Projekt betreut.

„Wir möchten Bürgern die wirtschaftliche Teilhabe am Erfolg unseres Konzepts ermöglichen.“ - Tobias Jäkel, Geschäftsführer Brauhaus am Turm GmbH

Viel mehr als um das eingenommene Geld gehe es bei dem Anlage-Konzept um ein Zugehörigkeitsgefühl der Investoren, so Kerkhoff. Auch „Brauhaus“-Geschäftsführer Tobias Jäkel betont: „Wir möchten Bürgern regional wie auch überregional die wirtschaftliche Teilhabe am Erfolg unseres Konzepts ermöglichen.“

Daher haben sich die „Brauhaus“-Betreiber auch für eine individuelle Crowd-Kampagne mit eigener Plattform entschieden. Statt auf große und bekannte Funding-Plattformen zuzugreifen, setzt das Team auf eine eigene Seite, die die potentiellen Investoren aus der Region besonders persönlich ansprechen soll. Das Konzept dafür kommt von der Frankfurter Firma „CrowdDesk“, die solche sogenannten Fundingpages im Baukasten-System anbietet.

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