Bundespolizei durchsucht Schleuserwohnungen in Frankfurt

Mehr als 20 Festnahmen

Bundespolizei durchsucht Schleuserwohnungen in Frankfurt

Beamte der Bundespolizei haben am Mittwochmorgen vier Wohnungen von mutmaßlichen Schleusern in Frankfurt durchsucht. Auch in Oberursel gab es eine Razzia.

Die Beamten durchsuchten neben den Räumen in Frankfurt und Oberursel weitere Objekte in Rheinland-Pfalz, Bayern, Niedersachsen und dem Saarland. Dabei wurden sechs Personen vorläufig festgenommen. Bei ihnen stellten die Beamten gefälschte Ausweispapiere, Datenträger sowie Handys sicher. Zwei Hauptbeschuldigte sowie 14 weitere Personen wurden zeitgleich in Graz in Österreich gefasst.

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, dass sie Menschen aus Osteuropa in die Europäische Union eingeschleust haben sollen. Der Bundespolizei zufolge haben die Beschuldigten falsche Identitätspapiere ausgestellt. Außerdem seien die illegal Eingereisten in Deutschland ins Baugewerbe vermittelt worden. Dort hätten viele der Schwarzarbeiter in extrem schlechten Bedingungen gearbeitet, der Verdienst habe dabei häufig weit unter dem Mindestlohn gelegen, so die Bundespolizei weiter. Zusätzlich zu den Einreisedelikten stehen mehrere der Festgenommenen im Verdacht, Betrügereien und Diebstähle begangen zu haben.

Die Beamten wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt aktiv. An der Aktion nahmen nach Angaben der Bundespolizei mehr als 100 Beamte teil. (nm)

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