Al-Wazir: Bald mehr bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt

Den bundesweiten Trend zu weniger Sozialwohnungen stoppen

Al-Wazir: Bald mehr bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt

Das Land Hessen wird mehr Gelder in den Bau von bezahlbarem Wohnraum investieren - auch in Frankfurt. Wie der hessische Minister für Wohnen, Tarek Al-Wazir (Grüne), am Montag bekannt gab, wolle man damit dem bundesweiten Schwinden von Sozialwohnungen entgegenwirken.

Landesweit seien rund 5000 neue Wohnungen mit einer günstigen Miete für die kommenden Jahre geplant. Sie sollen von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte gebaut werden. 30 Prozent davon sollen Sozialwohnungen werden - das sind 1500. Die meisten davon sollen im Rhein-Main-Gebiet, genauer in Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt errichtet werden. Ob Sozialwohnung oder nicht, alle neuen Wohnungen haben laut Al-Wazir eines gemeinsam: „Sie werden alle deutlich unter dem Marktpreis vermietet.“

Damit könnte die Kaltmiete für die neuen Wohnungen bei 7,07 Euro pro Quadratmeter liegen, wie es derzeit bei den knapp 14.000 Wohnungen der Nassauischen Heimstätte in Frankfurt der Fall ist. Dem Geschäftsführer der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft zufolge seien dies die „günstigsten Mieten in der Stadt“.

Bundesweit hat sich die Anzahl der Sozialwohnungen in den vergangenen Jahren verringert. Grund dafür seien die Wohnungen, die nach Jahren aus der sogenannten Sozialbindung herausgefallen sind. Damit ist der Eigentümer nicht mehr verpflichtet, seine Wohnung zu „sozialen“ Preisen zu vermieten. „Diesen Trend wollen wir in Hessen in dieser Legislaturperiode stoppen und umkehren“, sagt Al-Wazir. Deshalb möchte der Minister es nicht bei den 5000 neuen Wohnungen belassen, sondern mit einer Finanzspritze von 2,2 Milliarden Euro in den kommenden Jahren den Bau von rund 20.000 Sozialwohnungen ermöglichen. (nm)

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