Lebensgefährliche Messerstecherei war offenbar Notwehr

Mann nach Streit bewaffnet abgepasst

Lebensgefährliche Messerstecherei war offenbar Notwehr

Nach einer lebensgefährlichen Messerstecherei unter mehreren Männern Dienstagnacht in Hofheim werden vier der Beteiligten nun vor den Haftrichter geführt. Wie die Polizei mitteilt, wird auch gegen die beiden lebensgefährlich verletzten Männer wegen versuchter Tötung ermittelt.

Vorangegangen war der Messerstecherei (wir berichteten) ein Streit, in den ein 42-jähriger Restaurant-Mitarbeiter bereits am Montagabend mit zwei 23 und 39 Jahre alten Männern geraten war. Die beiden Männer griffen den Restaurant-Mitarbeiter an und verletzten ihn. Beide wurden festgenommen und im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass die beiden Männer den Restaurant-Mitarbeiter im Nachgang abgepasst haben. Sie hatten sich in der Zwischenzeit offenbar mit Schlagwerkzeugen und einem Messer bewaffnet und zwei weitere 21 und 19 Jahre alte Bekannte hinzugezogen.

Als der laut Polizei unbewaffnete 42-Jährige dann gemeinsam mit einem 24-Jährigen gegen 00:15 Uhr in der Zeilsheimer Straße erschien, griffen ihn die vier Männer an. Der 42-Jährige setzte sich gegen die Angreifer zur Wehr, entwaffnete einen von ihnen und setzte mit dem Messer zur Gegenwehr an. Dabei verletzte er die zwei 23 und 39 Jahre alten Männer lebensgefährlich. Beide mussten stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden, schweben aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Auch der 42-Jährige und sein Begleiter wurden verletzt und anschließend im Krankenhaus behandelt. Nach Rücksprache mit der Frankfurter Staatsanwaltschaft wurde der 42-Jährige mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzt. Die vier Angreifer werden auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen des dringenden Verdachts auf eine gemeinschaftlich begangene versuchte Tötung noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt. (ms)

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