Diese Unternehmen wurden in Frankfurt erfolgreich gegründet

Zum 19. Mal wurde der Frankfurter Gründerpreis verliehen. Dabei wurden die Ideen zu einer digitalen Produktverfolgung, eines nachhaltigen Restaurants und zum Handel mit medizinischem Cannabis als besonders herausgestellt.

Diese Unternehmen wurden in Frankfurt erfolgreich gegründet

Beim Frankfurter Gründerpreis 2019 sind am Montagabend drei Unternehmen aus der Mainmetropole geehrt worden. Dabei konnten ein digitales Prozessoptimierungs-Angebot, eine restaurierte Bornheimer Gaststätte und ein Verkäufer von medizinischem Cannabis die Jury überzeugen und sich über ein Preisgeld freuen.

Digitale Prozessoptimierung

Den ersten Platz belegt das Unternehmen Otto ID Solutions. Der Gründer Karsten Otto entwickelte eine digitale Produktverfolgung. Dabei werden Produkte und Verbrauchsmaterialien - beispielsweise in Krankenwagen oder Operationsräume - mit einer sogenannten „Radio Frequenz Identifikation“ (RFID) ausgestattet. Mittels Antennen und Dekodiergeräten wird sichtbar, welche Produkte nach einem Einsatz verbraucht wurden und aufgefüllt werden müssen.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) lobt die Produktlösung dafür, dass sie den Verwaltungsaufwand beim Rettungsdienst, der Feuerwehr und in Krankenhäusern reduziert. Dies ist wichtig, da in diesen Bereichen jede Sekunde zur Rettung von Menschenleben zählt, sagte Frank bei der Preisverleihung. Dafür erhielt Otto ID Solutions ein Preisgeld von 12.500 Euro.

Restaurierte Gaststätte

Auf dem zweiten Platz ist das Restaurant Bornheimer Ratskeller. Vor rund einem Jahr hatte der Inhaber und Koch Mario Furlanello das denkmalgeschützte Gebäude in Bornheim restaurieren lassen. Nun bekocht er seine Gäste im Inneren mit Gerichten aus der italienischen und traditionell deutschen Küche.

Dabei steht die Nachhaltigkeit für ihn im Vordergrund. Zudem macht Furlanello seine eigenen Fleisch- und Wurstwaren. Damit setzte sich der Koch laut Frank für „kulinarisches Bewusstsein“ ein. Dafür erhält Furlanello ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Medizinisches Cannabis

Auf Platz drei hat es das Unternehmen Cansativa geschafft. Zwei Brüder importieren vom Ostend aus medizinisches Cannabis und verkaufen dies an Apotheken. Damit wollen die Inhaber Cannabis von seinem derzeitigen Stigmata befreien und dabei helfen, den Markt zu professionalisieren. Dies tun sie mit Erfolg. Bereits im ersten Jahr seit Bestand haben sie einen Betrag im mittleren sechsstelligen Bereich erwirtschaftet. Von der Wirtschaftsförderung Frankfurt kommen nun noch einmal als Preisgeld 7500 Euro dazu.

Insgesamt hatten sich 25 Unternehmen um den Gründerpreis beworben, der zum 19. Mal verliehen wurde. In der Jury saßen Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, Gründungs- und Fachexperten und ehemalige Preisträger. Organisiert wurde der Wettbewerb von der Wirtschaftsförderung Frankfurt. (nm)

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