Zoo-Giraffe Hatari stirbt unerwartet

Feuerwehr und Tierärzte konnten nichts mehr machen

Zoo-Giraffe Hatari stirbt unerwartet

Er war einer der Lieblinge der Frankfurter Zoo-Besucher: der Giraffenbulle Hatari. Doch nun ist das 20-jährige Tier am Sonntagvormittag überraschend gestorben. Grund dafür war ein Versagen des Herz-Kreislaufsystems.

Hatari, der seit 2001 im Frankfurter Zoo lebte, wurde auf der Brust liegend in der Innenanlage des Giraffenhaus gefunden. Seine Hinterbeine lagen so ungünstig, dass er aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen konnte. Das ist für Giraffen gefährlich, denn ein zu langes Liegen der Tiere kann ein erhöhtes Risiko für den Kreislauf bedeuten, heißt es vonseiten des Zoos.

Hatari konnte auch von den Einsatzkräften der alarmierten Feuerwehr nicht aufgerichtet werden. Sie versuchten, die Giraffe mittels eines Lufthebekissens, eines Teleskopladers und eines Pferdehebegeschirrs zum Stehen zu bringen - ohne Erfolg. Auch die Tierärzte konnten Hatari nicht mehr retten.

Der Leichnam der Giraffe befindet sich nun im Hessischen Landeslabor in Gießen. Dort wird untersucht, warum Hataris Hinterbeine in der für ihn fatalen Position waren und ob es dafür eine medizinische Ursache gibt. Mitarbeiter des Zoos trauern währenddessen um das Tier. „Dass unser Giraffenbulle so unerwartet gestorben ist, trifft uns“, sagt Zoo-Direktor Miguel Casares. Hatari sei stets gutmütig gewesen und gehörte zu den „markantesten Tieren des Zoos“. Zudem zeugte er 24 Nachkommen. (ab)

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