Schere zwischen arm und reich geht in Frankfurt auseinander

Gute Wirtschaft, erhöhte Armut

Schere zwischen arm und reich geht in Frankfurt auseinander

Frankfurt ist eine dynamische Großstadt mit Exklusionsgefahr. So wird die Mainmetropole in dem aktuellen Disparitätenbericht der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) eingeschätzt. Das wirtschaftliche Wachstum und der Zugang zur Versorgung sei zwar überdurchschnittlich gut, doch die Armut sei in Frankfurt höher, als sie es durchschnittlich im Rest Deutschlands ist.

Positiv seien in der Mainmetropole die überdurchschnittlich hohen Gehälter. So verdienen in Frankfurt Beschäftigte im Mittelwert knapp 3890 Euro brutto und somit rund 700 Euro mehr, als im Rest Deutschlands. Dabei haben 32,9 Prozent der Beschäftigten in der Mainmetropole einen Hochschulabschluss und gelten somit als „hochqualifizierte Beschäftigte“. Im gesamten Bundesgebiet sind dies 13,5 Prozent. Auch sind Hausärzte gut für die Frankfurter erreichbar. Ein entsprechender Arzt könne meist mit einem Auto innerhalb von 2,8 Minuten von Einwohnern erreicht werden. Auch die Lebenserwartung ist laut dem Bericht in Frankfurt etwas höher, als sie es durchschnittlich im Rest Deutschlands ist.

Dem gegenüber steht der recht hohe Anteil an Frankfurtern, die in Armut leben. Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind, beziehen in der Stadt zu 8,8 Prozent eine finanzielle staatliche Unterstützung im Sinne der Grundsicherung. Im Rest Deutschlands sind dies durchschnittlich 2,6 Prozent der Senioren. Bei der Kinderarmut sieht dies ähnlich aus. In Frankfurt liegt diese im Mittelwert bei 20,5 Prozent, im gesamten Gebiet der Bundesrepublik bei 12,8 Prozent.

„Dort, wo es wirtschaftlich bergauf geht, setzen steigende Mieten selbst die Mittelschicht unter Druck“, heißt es in dem Bericht der FES. Auch die steigenden Lebensunterhaltskosten würde den Menschen in dynamischen Großstädten wie Frankfurt zusetzten. Den vollständigen Bericht findet Ihr hier. (lp)

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