Mythos Mensaessen: Welche Mensa lohnt sich?

Avocadobrot statt Wurststulle: Food Trends kursieren in den letzten Jahren viele. Gesunde Ernährung wird gerade für junge Menschen immer wichtiger. Was wird Studenten am Campus Westend der Goethe-Universität angeboten und worauf achten sie?

Mythos Mensaessen: Welche Mensa lohnt sich?

Die Klausurenphase steht für viele der Studenten und Studentinnen bereits wieder vor der Tür. Das bedeutet: Viele strömen schon früh morgens zum Lernen in die Bibliotheken. Eine Stärkung am Mittag ist unumgänglich, dafür geht es meist in eine der Mensen der Uni. Am Westend Campus hat man die Auswahl: Es gibt 3 Mensen und 4 Cafeterien, zur Mittagszeit sind sie alle gut gefüllt. Bei dieser Gelegenheit haben wir uns umgehört: In welcher Mensa genießen die Studenten am liebsten ihr Mittagessen und was sollte sich ändern?

Als Lieblingsmensa auf dem Campus Westend nennt eine Lehramtsstudentin die Cafeteria Dasein: Hier gehen täglich etwa 900 warme Gerichte über die Theke. „Die Auswahl ist klein und hochwertig, es gibt öfter ausgefallene Gerichte. Es ist aber auch etwas teurer“, sagt sie. Eine große Auswahl biete die Mensa im Casino Anbau: Dort gebe es auch Pizza und frische Nudeln - bei der Zubereitung könne man teils direkt zuschauen. Für eine Gruppe Studenten sind auch die Waffeln in der Casino Mensa ein Highlight. „Oft schmeckt das Essen in den Mensen aber ähnlich, es kommt ja vom selben Anbieter“, äußert sich einer von ihnen.

Wenn es nach den Studenten geht, könnte sich allerdings auch einiges ändern: Mehr frisches Gemüse sei gerade im Sommer wichtig, Fleisch hingegen solle es nicht so häufig geben, erklärt uns eine Studentin in der Cafeteria Dasein. „Sitzplätze könnte es auch ein paar mehr geben, in den Mittagspausen findet man momentan schwer einen Platz“, meint die Studentin.

Man könne auch über ein Frühstücks- und Abendangebot nachdenken. „Wenn man von früh bis spät in der Uni ist, wären solche Angebote toll“, sagt ein Student. Seine Kommilitonin bemängelt, dass man sich für ein Hauptgericht entscheiden muss: „Andere Mensen sind wie ein Buffet aufgebaut, sodass man sich von allem etwas nehmen kann. Das würde ich mir an der Goethe-Universität auch wünschen.“ Häufig nennen die Befragten auch den Wunsch nach mehr veganen und vegetarischen Optionen.

Qualität, Vielfalt, Transparenz: Daran soll gearbeitet werden

Wie äußert sich der Betreiber, das Studentenwerk Frankfurt am Main, zu den Wünschen der Studenten? Sylvia Kobus vom Studentenwerk erklärt, dass zu diesem Zwecke erst kürzlich eine Befragung durchgeführt wurde. Das Ergebnis: 13 000 Rückmeldungen und viele Wünsche, auf die man nun eingehen will.

Etwa 1,6 Millionen Essen gehen in den Mensen des Studentenwerks im Rhein-Main-Gebiet jährlich über die Theken - die Befragten wünschen sich hierfür mehr Vielfalt und Geschmack. Auch mehr Transparenz bezüglich der Herkunft und Zubereitung des Essens nannten die Befragten als Wunsch. Dafür wurde in der Mensa Pi x Gaumen einen Tag lang ein Film gedreht, der im Juli zu sehen sein soll.

„Vegan und vegetarisch scheinen im Trend zu sein: Aus der Umfrage ging hervor, dass sich viele der Befragten mehr solcher Optionen wünschen. Daher bieten wir solche Gerichte nun täglich in allen Mensen an“, berichtet Kobus.

Man hat außerdem das Konzept mensaVital entworfen: „Es ist gesund, ausgewogen und auf den Kalorienbedarf von sitzenden Menschen abgestimmt. Das gibt es täglich in allen Mensen“, so Kobus. Auch auf regionale Angebote wolle man achten. Bio-Zutaten werden zwar auch verwendet, allerdings nicht extra gekennzeichnet. „Im Café Dasein sind die Angebote besonders hochwertig, daher auch die höheren Preise. Zu diesem Qualitätsstandard wollen wir auch die anderen Mensen bringen“, begründet Sylvia Kobus.

Eine meistbesuchte Mensa gibt es laut Kobus allerdings nicht: „Das ist von Zeit zu Zeit immer unterschiedlich, auch abhängig von den Angeboten“. Auch die Studierenden schwanken größtenteils zwischen dem Café Dasein und der Mensa im Casino Anbau: „Jede Mensa hat ihre Vorteile“, sagt eine Studentin. (ab/mr)

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