Update: Bankendurchsuchungen wurden abgewandt

Verdacht der Steuerhinterziehung

Update: Bankendurchsuchungen wurden abgewandt

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt und Beamte weiterer Behörden wollten am Mittwoch mehrere Frankfurter Banken durchsuchen. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, sollten die Räume im Rahmen von Ermittlungen gegen Privatpersonen, die der Steuerhinterziehung verdächtigt werden, angeschaut werden. Allerdings verzichteten die Beamten auf die Durchsuchungen, nachdem die Banken die geforderten Beweismittel freiwillig herausgaben. So wurden Dokumente, digitale Datenträger und Endgeräte sichergestellt.

Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um acht in Deutschland steuerpflichtige Privatpersonen. Sie sollen mithilfe einer ehemaligen Tochtergesellschaft einer großen deutschen Bank auf den Britischen Jungferninseln Gesellschaften in Steueroasen gegründet haben. Dort sollen sie versucht haben, Kapitalerträge vor dem deutschen Fiskus zu verbergen. Dabei sollen sie die auf die Erträge anfallenden Steuern hinterzogen haben.

Ziel der Durchsuchungen war es, Beweise über diese nicht versteuerten Einkünfte zu finden und die wirtschaftlichen Verhältnisse der gegründeten Gesellschaften aufzuklären. Durchsucht wurden allerdings sechs Vermögensverwaltungsgesellschaften in Hamburg und Wohnräume in Bad Tölz, Erkrath, Hamburg, Konz, Simmerath und auf Sylt werden durchsucht. Dabei wurde unter anderem eine Faustfeuerwaffe gefunden, für die keine Erlaubnis vorlag.

Die jetzige Durchsuchung steht im Zusammenhang mit der Durchsuchung der Deutschen Bank in Frankfurt Ende November 2018 (wir berichteten). Dabei ging es um den Verdacht der Geldwäsche. Auslöser für die Ermittlungen waren Erkenntnisse aus den „Offshore Leaks“. (nm)

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