E-Highway eröffnet nahe Frankfurt

Teststrecke für „Oberleitungs-Hybrid-LKW“

E-Highway eröffnet nahe Frankfurt

Auf der A5 bei Frankfurt wurde am Dienstag der erste „E-Highway“ in Deutschland eröffnet. Es handelt sich um eine Teststrecke für Lastwagen mit Antrieb aus Oberleitungsstrom und Verbrennungsmotor.

Die Lastwagen können auf dem Stück zwischen Frankfurt und Darmstadt vollständig elektrisch mit Oberleitungsstrom fahren. Gleichzeitig können sie ihre Batterien aufladen, sodass auch nach Verlassen der Autobahn ein Elektromotor die LKW antreibt. Für den Fall, dass die Batterien leer werden, ist auch ein Dieselmotor an Bord.

Es sind vorerst fünf Lastwagen im Einsatz, diese fahren für verschiedene Speditionen. Die Kosten für das Projekt werden vom Bundesumweltministerium gestellt. Der Aufbau kostete 14,6 Millionen Euro, die Durchführung bis zum geplanten Ende wird mit weiteren 15,3 Millionen gefördert. Die Speditionen leasen die Lastwagen. Der Strom wird im Rahmen der Förderung vom Bundesumweltministerium finanziert.

Laut der hessischen Straßenbauagentur Hessen Mobil ist das Konzept vor allem für Güter sinnvoll, die sich auch mittel- und langfristig nicht auf die Schiene verlegen lassen. Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelüher-Sutter, bezeichnete die Oberleitung als eine „besonders effiziente Lösung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Güterverkehr.“

Der Betrieb der Strecke soll bis Ende 2022 laufen. Insgesamt wurden auf der zehn Kilometer langen Strecke 229 Masten errichtet, der Strom soll vollständig aus erneuerbarer Energie stammen. (nm)

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