Eintracht nach Elfer-Drama raus

Entscheidung im Halbfinale gegen Chelsea

Eintracht nach Elfer-Drama raus

Der Traum vom Baku ist geplatzt, stolz kann die Eintracht dennoch sein: Mit einer 4:5-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen Chelsea an der Londoner Stamford Bridge verabschiedet sich eine seit Monaten starke Eintracht im Halbfinale aus der Europa-League. Ins Finale am 29. Mai in Baku zieht der FC Chelsea ein.

Das Hinspiel in der vergangenen Woche in der Commerzbank-Arena endete mit einem 1:1-Unentschieden. Auf einem Vorsprung konnte sich die Eintracht deshalb nicht ausruhen. Stattdessen startete die Eintracht zum Anpfiff um 21 Uhr mit Schwung in die Partie, einschüchtern ließ Chelsea sich davon aber nicht. Die erste große Chance für die Eintracht kam in der 14. Minute, als Danny da Costa den Ball im Strafraum von Chelsea volley nahm. Chelsea-Keeper Kepa rettete sein Team vor dem Rückstand.

Wenig später drückte dann Chelsea mehr nach vorn. Nach einer großen Chance in der 24. Minute, in der Hasebe für die Eintracht kurz vor der Linie klärte, dann das erste Tor für Chelsea: Loftus-Cheek versenkte den Ball in der 27. Minute flach neben dem rechten Pfosten - 1:0 für die Engländer. Auch nach dem Tor machte Chelsea weiter Druck, ließ der Eintracht wenig Spielraum. Zum Abschluss kam Chelsea vor dem Ende der ersten Halbzeit dennoch kein zweites Mal.

Mutig in die zweite Halbzeit

In die zweite Halbzeit startete die Eintracht mutig, belohnt wurde sie nur wenige Minuten später: 1:1 durch Jovic - und alles wieder offen für die Frankfurter. Chancen hatten nach dem Ausgleich beide Teams, verwandeln konnte aber vorerst niemand. Auch nicht bei der Großchance der Gastgeber in der 77. Minute, die Keeper Trapp vereitelte.

In der 87. Minute dann wieder Chelsea, den Schuss aus rund 20 Metern hielt Trapp gerade noch. Je näher das Ende der regulären Spielzeit rückte, desto mehr Druck bauten beide Teams auf, drängten von einem Strafraum in den anderen. Fünf Minuten ließ Schiedsrichter Ovidiu Hategan nachspielen, dann ging es in die Verlängerung.

Viel Druck in der Verlängerung

Auch hier hieß es vor allem: Druck, Druck, und nochmal Druck. Beide Teams wollten das Match unbedingt schnellstmöglich für sich entscheiden. In der 115. Minute sah es dann kurz so aus, als sei es Chelsea gelungen: Azpilicueta schob den Ball aus Trapps Händen mit der Schulter ins Tor - ungültig.

Am Ende ging es tatsächlich ins Elfmeterschießen - mit Blick auf die Eintracht-Fans, die ihre Mannschaft ungebrochen anfeuerten. Zunnächst sah es gut aus, die ersten drei Eintracht-Schützen verwandelten ihre Elfmeter, während Kevin Trapp einen Elfmeter halten konnte. Doch Hinteregger und Paciência scheiterten an Chelsea-Keeper Kepa. Eden Hazard sorgte schließlich für die Entscheidung: Sieg für Chelsea und das Aus für die Eintracht in der Europa-League.

Das Finale wird am 29. Mai in Baku in Aserbaidschan gespielt. Dann trifft Chelsea auf Arsenal London, die sich am Donnerstagabend auswärts gegen den FC Valencia durchsetzten. Somit sind in beiden europäischen Finals nur englische Teams vertreten. (rk)

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