Wie Ihr bald mit E-Rollern durch Frankfurt fahren dürft

Die Elektro-Tretroller kommen nach Frankfurt. Damit Ihr ordnungsgemäß durch den Stadtverkehr flitzen könnt, gibt es nun eine neue bundesweite Verordnung. Wir erklären Euch, worauf Ihr achten müsst und was auf Euch zu kommt.

Wie Ihr bald mit E-Rollern durch Frankfurt fahren dürft

Sie erinnern an die in der Kindheit beliebten „City-Roller“: Die E-Tretroller kommen nach großer Beliebtheit in ausländischen Städten nun auch nach Frankfurt. Doch damit es auf den städtischen Straßen nicht zum Chaos kommt, verfasste der Bundestag eine eigene Verkehrsordnung für die kleinen Elektrofahrzeuge. Dem Regelwerk stimmte der Bundesrat vor wenigen Tagen zu. Was dies für Frankfurt bedeutet, hat Verkehrsdezernat Klaus Oesterling (SPD) nun in einer Pressekonferenz am Dienstag erklärt.

Bisher sind zehn Anbieter im Gespräch

Die Stadt Frankfurt habe bisher etwa zehn Anfragen von Leihsystem-Anbietern erhalten, die jeweils bis zu 300 Roller in den Stadtverkehr einführen möchten. „Geplant ist, zu Beginn eine überschaubare Anzahl von Rollern in der Stadt zu verteilen und diese dann nach und nach zu erhöhen“, sagte der Stadtrat. Eine Obergrenze sei allerdings nicht festgelegt.

Die Roller werden von den Anbietern als sogenannte „Freefloater“ einzeln im Stadtraum zu finden sein, oder in Gruppen an Stationen. Zudem sind sie mit einem GPS ausgestattet. Freefloater können so einfach nach Belieben an einem Ort abgestellt und vom nächsten Nutzer per App aufgefunden werden. Dabei müssen sie jedoch so abgestellt werden, dass sie andere Verkehrsteilnehmer weder gefährden noch behindern. Am Mainufer dürfen die Roller außerdem nicht einfach langfristig abgestellt werden. Lediglich ein zeitlich befristetes Abstellen, beispielsweise für eine Pause, sei möglich. Bei der stationären Variante müssen Verbraucher den Roller zu der nächstgelegenen vorgesehenen Rollerstation zurückbringen.

Auch Privatanschaffungen sind möglich

Doch nicht jeder E-Roller, mit dem durch die Stadt gefahren wird, stammt von einem Verleihsystem. Auch Privatleute können sich Roller zulegen, da sie laut Oesterling mit einem Verkaufspreis von etwa 150 Euro meist preiswerter als Fahrräder und sie im Büro und Zuhause leichter abzustellen sind. Jedoch müssen die Roller über eine Beleuchtung sowie einen Brandmelder verfügen. Außerdem ist jeder Besitzer verpflichtet, seinen Roller zu versichern. So können die E-Fahrzeuge bei möglichen Verstößen über die Versicherungsnummer kontrolliert werden.

„Wir begrüßen den E-Roller als neue Alternative zu Auto, ÖPNV und Fußweg auf kurze Entfernungen.“ - Verkehrsdezernent Klaus Oesterling

Oesterling zeigt sich positiv gestimmt: „Wir begrüßen den E-Roller als neue Alternative zu Auto, ÖPNV und Fußweg auf kurze Entfernungen.“

Dieselben Vorschriften wie für Fahrräder

Im Stadtverkehr sollen die E-Roller so behandelt werden wie Fahrräder. Somit dürfen Rollerfahrer auf den Fahrradwegen oder auf der Straße fahren. Auf dem Bürgersteig zu fahren, ist nicht erlaubt. Auf Anregung des Ratentscheid plane man, zukünftig die Fahrradwege möglichst so auszubauen, dass sie breiter und klar vom restlichen Verkehr getrennt sind. Damit gebe es auch mehr Platz für die kommenden E-Roller.

Auch im ÖPNV gelten für die E-Fahrzeuge dieselben Regeln wie für Fahrräder: Die Mitnahme ist kostenlos und es gelten die üblichen Ausschlussklauseln. Statt einer gesetzlichen Regelung sollen Verkehrsunternehmen selbst über die Handhabung im ÖPNV entscheiden. Der Roller soll lediglich zusammengeklappt sein, um andere Fahrgäste weder zu behindern noch zu gefährden. Die sogenannte „Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung“ soll voraussichtlich im Juni 2019 in Kraft treten. (lo)

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