Ärger um Abriss des Glauburgbunkers

Nach einer Informationsveranstaltung kritisiert eine Bürgerinitiative erneut den möglichen Abriss des Glauburgbunkers. Unklarheit herrscht über einen möglichen Termin.

Ärger um Abriss des Glauburgbunkers

Lange wurde um das Gebäude gerungen, jetzt scheint es so, als stünde der Abriss des Bunkers in der Glauburgstraße fest. Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls der Bauherr des Grundstücks, die Delom GmbH. Auf einer eigens eingerichteten Website heißt es: „Auf dem Grundstück des Glauburgbunkers wird ein Wohnhaus errichtet; hierzu wird der bestehende Bunker abgerissen.“ Als Beginn der Arbeiten wird der Herbst 2019 angegeben.

Der Sprecher des Planungsdezernats Mark Gellert erläutert die Situation so: „Es gibt den Abrissantrag und eine Bauvoranfrage.“ Beide würden aber derzeit nicht bearbeitet, da noch andere Punkte geklärt werden müssten. Eine Genehmigung sei aber grundsätzlich möglich, wenn eine entsprechende Rückmeldung aus dem Baudezernat eingehe.

Ulrich Rathgeb, Sprecher der Bürgerinitiative Glauburgbunker, ist verwundert über die aktuelle Lage. Die Initiative setzt sich für den Erhalt des Bunkers und eine Umwidmung zum Kulturzentrum ein. „Es ist doch etwas überraschend, dass schon ein Abrisstermin angeführt wurde. Davon wussten wir gar nichts“, sagt Rathgeb gegenüber Merkurist. Der Termin sei bei einer Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche bekannt gegeben worden. Dabei seien die genauen Auswirkungen der Arbeiten auf die Anwohner und die angrenzende Schule und den Kindergarten noch vollkommen ungeklärt. „Wir haben noch einige Fragen an den Baudezernenten“, so Rathgeb.

Ein Sprecher der von der Delom beauftragten Kommunikationsagentur Business Communications Consulting (BCC) versteht die Aufregung indes nicht. Zu der Angabe auf der Website, dass im Herbst mit dem Bau begonnen werden würde, sagt er: „Sie können da gerne rein lesen, dass die Planung schon steht.“ Einen konkreten Termin für den Beginn der Bauarbeiten oder den Abriss gebe es aber noch nicht. Es handle sich nur um einen „groben Zeitrahmen“, eben weil es noch keine Genehmigung gebe. Die Aussagen von Rathgeb bezeichnet er als Gerüchte.

Allerdings gehe die Delom davon aus, dass die anvisierten Pläne genehmigt würden. Wenn die Bürgerinitiative Fragen zu dem Vorhaben habe, könne sie sich gerne an BCC wenden. Der nächste Gesprächstermin zum Thema wird die Sitzung des Ortsbeirats 3 im August sein. Ob bis dahin schon klar ist, wie es wirklich mit dem Bunker weitergeht, bleibt abzuwarten. (ab)

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