16.500 Frankfurter werden am Sonntag evakuiert

Einschränkungen während der Entschärfung der Weltkriegsbombe

16.500 Frankfurter werden am Sonntag evakuiert

Nach dem Fund einer 500 Kilogramm schweren Fliegerbombe im Ostend haben Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt nun weitere Details zur geplanten Entschärfung bekannt gegeben. Am Sonntag, 7. Juli, werden demnach rund 16.500 Frankfurter evakuiert.

Die Bombe wurde vergangene Woche am Osthafen auf einem Baugrundstück an der Ecke Mayfarthstraße und Eytelweinstraße entdeckt. Sie ist abgesichert und liegt stabil, so die Polizei. Von der Evakuierung betroffen sind Frankfurter auf beiden Seiten des Mains. Auch die Europäische Zentralbank, die Osthafenbrücke, der Ostbahnhof, mehrere Bahntrassen, die S-Bahnhöfe Ostend und Mühlberg, die U-Bahnstation Ostbahnhof und verschiedene Straßenbahnlinien sind betroffen. Der Zoo hat ebenfalls den ganzen Sonntag geschlossen.

Pflegeheim muss evakuiert werden

Zudem muss ein Pflegeheim mit teilweise höchst pflegebedürftigen Menschen evakuiert werden. Die Patienten sollen bereits am Samstag mit Rettungswagen in andere, gleichwertige Einrichtungen oder in Krankenhäuser gebracht werden.

Wie die Polizei mitteilt, werden alle Haushalte, Einrichtungen und Unternehmen in der Sperrzone mittels Wurfzetteln informiert. Dennoch sollen die Frankfurter, die im Evakuierungsbereich leben, auch ihre Nachbarn informieren. Alle Personen in der roten Zone, die nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind, müssen am Sonntag bis 8 Uhr ihre Wohnungen und den Sperrbereich verlassen.

Die Branddirektion Frankfurt hat online eine interaktive Karte zur Verfügung gestellt, auf der Bürger die Sperrzone genauer anschauen können. Dort können sie auch ihre eigene Adresse eingeben, um zu sehen, ob sie im markierten Bereich der Karte liegt.

Wo sich hilfsbedürftige Menschen melden können

In dem Zeitraum werden auch hilfsbedürftige oder bettlägerige Menschen durch Rettungsdienste und Katastrophenschutz evakuiert. Die Personen, die auf diese Hilfe angewiesen sind, werden gebeten, sich bis Freitag, 5. Juli, um 12 Uhr über das extra eingerichtete Bürgertelefon (069/212-111) oder online auf einer entsprechenden Internetseite der Feuerwehr anmelden.

Sobald die Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen sind, kontrolliert die Polizei, ob alle Menschen die Sperrzone verlassen haben. Ab 8 Uhr wird dort auch der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Im Zoogesellschaftshaus am Alfred-Brehm-Platz 16 richten Polizei und Feuerwehr eine Betreuungsstelle für die von der Evakuierung betroffenen Menschen ein. Sie ist am Evakuierungs-Sonntag ab 7 Uhr geöffnet.

Dauer noch unklar

Wie lange die Entschärfung dauert, ist noch völlig unklar. Polizei und Feuerwehr erwarten, dass die Sperrungen gegen 18 Uhr aufgehoben werden - das tatsächliche Ende der Sperrungen wird am Tag der Entschärfung über Rundfunk und die Sozialen Medien bekannt gegeben.

Das Bürgertelefon unter der Rufnummer 069/212-111 ist von Mittwoch, 3. Juli, bis Freitag, 5. Juli, von 8 bis 18 Uhr, am Samstag, 6. Juli, von 8 bis 20 Uhr und am Sonntag, 7. Juli, von 6 Uhr bis zum Ende des Einsatzes erreichbar. (mr)

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