Hier findet Ihr die schönsten U-Bahn-Stationen Frankfurts

Jede U-Bahn-Station ist besonders und individuell. Manche Stationen bilden ein Abbild ihrer Umgebung, andere überzeugen durch außergewöhnliche Mosaikwände. Wir stellen Euch die schönsten U-Bahn-Stationen der Mainmetropole vor.

Hier findet Ihr die schönsten U-Bahn-Stationen Frankfurts

Zu hässlich, zu düster, zu stinkig: Über viele Haltestellen wird ordentlich gemeckert, doch es gibt auch schöne U-Bahn-Stationen, die im hektischen Alltag vieler Frankfurter übersehen werden. Denn hinter jeder U-Bahn-Station steckt auch ein architektonisches und künstlerisches Konzept, das man sich genauer anschauen sollte.

Glauburgstraße

Zunächst war die Haltestelle an der Glauburgstraße umstritten - inzwischen überzeugt die markante Architektur im Nordend viele Frankfurter. Umgeben von alten Häuserreihen wirkt die Haltestelle mit ihrer gefalteten Dachkonstruktion aus lackiertem Stahlblech wie eine Skulptur. Die Gestaltung der U-Bahnhaltstelle ist das Ergebnis eines Architekten-Wettbewerbs, den die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) vor dem Bau 2016 ausgeschrieben hat, erklärt Pressesprecher Bernd Conrads von der VGF.

Zoo

„Eine Arche Noah entlässt ihre tierische Fracht.“ - Bernd Conrads, Pressesprecher der VGF

Die U-Bahn-Station Zoo zeigt bereits, was die Besucher an der Oberfläche erwartet: der beliebte Frankfurter Zoo. „Die Wände an den Bahnsteigen bestechen durch farbenfrohe Gestaltung und ein reizvolles Motiv: Eine Arche Noah entlässt ihre tierische Fracht“, beschreibt Conrads die Haltestelle. Selbst die Sitze sind wie Elefanten geformt. Auch die Beleuchtung ist an der Station besonders: Sie soll an Tageslicht erinnern und die Halle optisch höher wirken lassen.

Habsburger Allee

Insgesamt sind es 60 Esel, die – jeweils in Fahrtrichtung – hintereinander an den Wänden Habsburger Allee entlang trotten. Dabei trägt jedes Tier ein individuelles Päckchen: Von der Weinflasche bis hin zum Fernseher tragen die Esel die Lasten unserer Zeit. Handelt es sich hier um eine Mahnung? Oder ein Abbild der Gesellschaft? Die Interpretation des christlichen Bildes des Esels bleibt den tausenden Menschen, die die U-Bahn-Station täglich passieren, überlassen.

Westend

Die Haltestelle Westend ist offen gestaltet und wirkt in ihrer Konstruktion wie eine Galerie. Dabei wurde auf das typische Baumaterial Beton gesetzt, das in die helle Farbgebung der Station mit einbezogen wird. Besonders sind die Pilzsäulen an den Kopfseiten, die sich an den oberen Enden palmenartig aufblättern, erklärt Conrads.

Auch hier werden die Wartenden auf die Umgebung an der Oberfläche hingewiesen: In unmittelbarer Nähe befindet sich der Palmengarten. Gleichzeitig dienen die Pilzsäulen als imposante Lichtquelle.

Alte Oper

Die Alte Oper wirkt durch ihre eingeschossige Anlage und hohen Decken groß und übersichtlich im Vergleich zu anderen Stationen - auch die hellen Farben gehören dazu. An den Wänden sind Regenbögen in verschiedenen, warmen Farbtönen zu sehen. Die gelben Deckenbögen harmonieren zusätzlich mit den Wänden und Böden. Und auch hier bieten die Pilzsäulen mit hellblauem Farbverlauf ins Weiße eine angenehme Lichtquelle.

Bockenheimer Warte

Die Bockenheimer Warte beschreibt Conrads als eine beeindruckende unterirdische Halle: „Die tragenden und nichttragenden Säulen geben der Station einen markanten Charakter.“ Außerdem ist die Haltestelle mit dem oberirdischen Universitätsgebäude Dreh- und Angelpunkt für Frankfurter Studenten. Darauf wird Bezug genommen: An den Wänden der Bahnsteigebene von U6 und U7 stellen die Fotografien von Barbara Klemm den studentischen Alltag dar.

Aber einer der U-Bahneingänge fällt aus der Reihe: Er besteht aus einem schräg aus dem Boden ragenden altmodischen U-Bahnwagen. Damit ist die Station nicht nur für Touristen, sondern auch die Studenten täglich ein Hingucker.

Schweizer Platz

Der Schweizer Platz verbindet Unter- und Oberwelt. Hier sieht man direkt, welche Institute es am Museumsufer gibt. Charakteristisch für die U-Bahn-Station sind runde Formen, die sich nicht nur in der Wanddekoration widerspiegeln, sondern auch in der Gewölbedecke. Eine Besonderheit ist die Statue der Heiligen Barbara. Sie stellt die Schutzpatronin der Bergleute dar und ist in der östlichen Tunnelröhre zu finden.

Festhalle/Messe

„Sie zeichnet sich durch Klarheit und Schnörkellosigkeit in Form und Material aus.“ - Bernd Conrads, Pressesprecher der VGF

Sie ist die jüngste unterirdische Station: die Haltestelle Festhalle/Messe. Im Jahr 2001 fertiggestellt zählt die Station mit ihren hohen Decken zu den modernsten Stationen. „Sie zeichnet sich durch Klarheit und Schnörkellosigkeit in Form und Material aus“, erklärt Conrads. Besonders markant macht die Haltestelle ihre beiden kegelförmigen Zugänge aus Glas, die an der Oberfläche das Tageslicht in die Unterwelt hineinfallen lassen.

Mehr Informationen zu diesen U-Bahn-Stationen und ihren Künstlern findet Ihr in der Broschüre „Stationskunst in Frankfurt“ der VGF. Welche U-Bahn-Stationen gefallen Euch am besten? Schreibt es uns in den Kommentaren!

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