Protest gegen AfD in Oberrad

Alexander Gauland (AfD) war als Redner auf einer Wahlkampfveranstaltung in Frankfurt zu Besuch. Etwa 500 Gegendemonstranten erschienen zur Veranstaltung in Oberrad.

Protest gegen AfD in Oberrad

Rund 500 Menschen haben am Samstagabend gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD protestiert. Die Veranstaltung fand im Saalbau Oberrad statt. Ein Redner der Veranstaltung war der Parteivorsitzende der AfD Alexander Gauland. Zu den Protesten aufgerufen hatten das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Frankfurt, mehrere Antifa-Gruppen und Bürgerinitiativen.

Demonstranten riefen unter Anderem „ganz Frankfurt hasst die AfD“ und „Nazis raus“. „Die AfD macht Wahlkampf auf dem Rücken der Schwächsten“, sagte Magdalena Depta von der Linken. „Wir dulden keine nationalistischen, rassistischen und autoritären Positionen“, stellte Knut Dörfler von den Flughafenausbaugegnern klar. Der Spitzenkandidat der AfD für den Hessischen Landtag, Rainer Rahn, stammt ebenfalls aus der Bewegung der Flughafenausbaugegner. Daher war es Dörfler wichtig, sich im Namen der Gruppe von Rahns jetzigen Positionen zu distanzieren.

Zwar verlief der Protest weitestgehend friedlich, doch kam es immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Vier Personen wurden nach Angaben der Polizei vorläufig festgenommen, als sie versuchten, die Absperrung zur Veranstaltung der AfD zu überqueren. Eine andere Person wurde wegen des Vorwurfs der Beleidigung festgenommen.

Ein Besucher in einer Gaststätte neben dem Versammlungsort soll einen Hitlergruß gezeigt haben, wurde aber nicht festgenommen. Die Polizei gab an, den Vorfall dokumentiert zu haben, der Wirt sprach ein Hausverbot aus.

Bei der Veranstaltung der AfD selbst waren rund 120 Personen versammelt. In seiner Rede sprach sich Gauland gegen Multilateralismus aus: „Wir haben kein Interesse daran, Menschheit zu werden. Wir wollen Deutsche bleiben.“ Ebenfalls anwesend war Erich Heidkamp, Kandidat der AfD für den Wahlkreis Frankfurt am Main IV.

Die angemeldete Gegenkundgebung endete um 19:30 Uhr. Bei leichtem Regen verblieben bis etwa 21:30 Uhr die letzten Protestierenden auf dem Buchrainplatz.

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