Rätsel um Steine an der Konstablerwache

Verwirrung um die Steine auf dem Boden vor der Konstablerwache: Was haben sie zu bedeuten? Und wer weiß etwas über sie?

Rätsel um Steine an der Konstablerwache

Täglich sind viele Menschen auf dem Platz vor der Konstablerwache unterwegs. Was vielen aber nicht auffällt: die kleinen, weißen Pflastersteine auf dem Boden. In die Steine sind verschiedene Namen eingelassen. Einer Merkurist-Leserin sind sie aber nun aufgefallen. Sie fragt sich, was die Steine zu bedeuten haben.

Wie sie beobachtet hat, sind einige der Steine zum Beispiel vor der Adler Apotheke zu sehen. Weitere Pflastersteine sind rund um die Konstablerwache verteilt. Mark Gellert ist Pressesprecher des Planungsdezernats. Er sagt: „Die Pflastersteine sind von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Institutionen gespendet worden.“ Wie lange die Steine dort liegen, könne er nicht genau nachverfolgen. „Es muss aber seit über 20 Jahren so sein“, sagt Gellert.

Auch die Mitarbeiter des Frankfurter Stadtarchivs können keine weiteren Details zu den Steinen auf der Konstablerwache finden. „Die Steine sind im Stil der Stolpersteine, es sind aber keine“, so eine Pressesprecherin des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt. Was genau die Steine bedeuten, bleibt unklar.

Update 30.09.2019:

Licht ins Dunkel bringen schließlich viele Merkurist-Leser, die selbst einen der Steine besitzen oder jemanden kennen, der damals einen der Steine gekauft hat. Auf Facebook und unter diesem Artikel wurde deshalb viel diskutiert - „auf jeden Fall interessantes Rätselraten, wunderbar wie sich viele beteiligen“, findet ein Facebook-Nutzer. Den Hintergrund der Pflastersteine erklärte uns unter anderem Leserin Isa:

Anfang der Achtzigerjahre soll das bereits gewesen sein. Kaufen und gravieren konnte man die Steine für 10 D-Mark — dessen sind sich die Leser einig. Auch auf Facebook schwelgen viele von ihnen in Erinnerungen. „1981 hat meine Oma kurz vor ihrem Tod dort ein Stein für 10 DM gekauft“, schreibt etwa eine Leserin. Eine andere schreibt: „Habe damals als Kind von meinen Eltern einen Stein geschenkt bekommen und immer gerne besucht.“ (pk/df)

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