VGF zieht erstes Fazit zur großen U-Bahn-Sperrung

Während der Sommerferien sind sowohl die A-, als auch Teile der C-Strecke der Frankfurter U-Bahnen gesperrt. Grund dafür sind umfangreiche Bauarbeiten. Für viele Fahrgäste ist das eine große Umstellung.

VGF zieht erstes Fazit zur großen U-Bahn-Sperrung

Seit Montagmorgen ist sie da, die Super-Sperrung bei der Frankfurter U-Bahn. Wegen Bauarbeiten sind Teile der A- und C-Strecke für die kommenden sechs Wochen in den Sommerferien gesperrt. Für die Frankfurter heißt das: auf den Linien U1, U2, U3, U4, U7 und U8 Ersatzverkehr mit Bussen, Zeit und Geduld. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) zieht nun ein erstes Fazit.

„Die Busse waren – bis auf Ausnahmen – nicht zu voll, die Verspätungen durch hohes Verkehrsaufkommen hielten sich in Grenzen, auch wenn die Fahrt von Heddernheim in die Innenstadt spürbar länger dauerte“, so die VGF in einer Stellungnahme zum ersten Vormittag der Sperrung. Mehr Zeit musste auch Merkurist-Leserin Ursula einplanen, die mit einem der Ersatzbusse unterwegs war:

Einige Nachbesserungen sind geplant

„Im Straßenverkehr war diese Doppelabfahrt nicht an jeder Station aufrecht zu halten.“ - Verkehrsgesellschaft Frankfurt

Insgesamt 36 Busse waren auf der ersten SEV-Strecke zwischen Heddernheimer Landstraße und Konstablerwache im Einsatz, die im Fünf-Minuten-Takt doppelt abfuhren. „Im Straßenverkehr war diese Doppelabfahrt nicht an jeder Station aufrecht zu halten, der enge Takt konnte aber eingehalten werden“, so die VGF. Zwei weitere Busse sind im Zehn-Minuten-Takt der zweiten Strecke zwischen Riedwiese und S-Bahnhof „Eschersheim“ unterwegs. Die beiden Routen ersetzen die Bahnen auf der A-Strecke.

Auch auf dem östlichen Abschnitt der Linien U4 und U7 haben Arbeiten und Sperrung der Trasse begonnen - hier geht es um den Riederwaldtunnel. Die U-Bahnen enden deshalb aktuell an der Station „Schäfflestraße“. Von dort bis Enkheim fahren neun Gelenkbusse im Sieben- oder Acht-Minuten-Takt. Hier zieht die VGF bislang ein durchweg positives Fazit.

Einige Nachbesserungen wird es aber geben: So war die Beschilderung der Busse am Montag „nicht einheitlich und nicht immer vollständig“, so die VGF. Auch defekte Klimaanlagen wurden dem Busbetreiber gemeldet. Sie sollen sobald wie möglich repariert werden.

Wenn Ihr die Ersatzbusse umgehen wollt

Damit die Frankfurter besser vorankommen, empfehlen VGF und Traffiq, neben dem Schienenersatzverkehr auch die Alternativrouten zu nutzen. „Dort sind in der Regel noch zahlreiche Plätze frei, was eine entspanntere Fahrt ermöglicht“, so die VGF.

So gebe es zum Beispiel die Möglichkeit, mit den U-Bahn-Linien U3 und U9 aus dem Frankfurter Nordwesten und Norden nach Ginnheim und von dort weiter mit der Straßenbahnlinie 16. Mit ihre komme man zur Bockenheimer Warte zum Anschluss an die U6 und U7, Richtung Westbahnhof mit Anschluss an die S-Bahnen oder weiter Richtung Hauptbahnhof und Südbahnhof.

Auch mit dem Bus 64 kommt man von Ginnheim über Dornbusch und die Alte Oper (Anschluss U6, U7) zum Hauptbahnhof. Die Linie 27 fährt von Nieder-Eschbach und Bonames zum Frankfurter Berg. Dort fährt die S6. Auch nach Preungesheim zur U5 bringt einen die Linie 27.

In Richtung Innenstadt empfiehlt die VGF außerdem die S6 ab Eschersheim Bahnhof oder die U3 nach Oberursel. Von dort fährt die S5 in die Innenstadt. Fahrkarten, die nur für das Tarifgebiet Frankfurt (5000) gelten, werden während der Bauarbeiten dennoch anerkannt, so die VGF. (pk)

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