Warum IAA-Tickets nicht im öffentlichen Nahverkehr gelten

Seit dieser Woche läuft auf dem Frankfurter Messegelände die Automobilausstellung IAA. Für die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr müssen IAA-Ticket-Inhaber allerdings selbst zahlen. Woran das liegt.

Warum IAA-Tickets nicht im öffentlichen Nahverkehr gelten

Autoliebhaber zieht es seit dieser Woche wieder auf das Frankfurter Messegelände. Dort läuft noch bis einschließlich 22. September die Internationale Automobilausstellung IAA. Die Besucher der Messe kommen dabei sowohl aus dem Rhein-Main-Gebiet als auch aus dem Rest Deutschlands und Europas nach Frankfurt — mit Flugzeugen, Autos oder der Bahn. Eines haben dabei viele Besucher gemein: Sie bringen die letzten Stationen bis zur Messe mit den öffentlichen Nahverkehr hinter sich und nutzen dafür Busse, Straßenbahnen oder S- und U-Bahn.

Dafür müssen die Besucher allerdings in die eigene Tasche greifen. Während die Eintrittskarten vieler anderer Konzerte, Veranstaltungen und Messen auch für den örtlichen Nahverkehr gelten, ist das bei der IAA in Frankfurt nicht der Fall. Das ist auch Merkurist-Leser Henrik aufgefallen, der das überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Tatsächlich scheint es so, als hätten die Tickets zur IAA auch in der jüngeren Vergangenheit nicht für den Nahverkehr gegolten. Nur so gelinge es der Messe, die Ticketpreise seit Jahren stabil zu halten, erklärt Eckehart Rotter, Pressesprecher des Verbands der Automobilindustrie (VDA), der die IAA veranstaltet. Zudem wolle man den Besuchern nicht vorschreiben, mit welchen Verkehrsmitteln sie anreisen. Rabatte gebe es dagegen für Besucher, die von weiter weg anreisen. Diese finden auf der Website Angebote zu Sonderkonditionen bei der Deutschen Bahn, Flixbus und Flixtrain.

„Die meisten Personen, die den öffentlichen Nahverkehr nutzen, haben sowieso Monats- oder Dauerkarten“ - Eckehart Rotter, VDA

Einen großen Bedarf für mit dem ÖPNV gekoppelte Eintrittskarten gibt es nach Schätzungen des Verbands aktuell nicht. „Die meisten Personen, die den öffentlichen Nahverkehr nutzen, haben sowieso Monats- oder Dauerkarten und benötigen das Angebot deshalb nicht“, so Rotter. Für den VDA haben Eintrittskarten, die zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs berechtigen, deshalb aktuell keine Priorität. (df)

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