So läuft die Sperrung am Mainkai ab

Bereits seit einem Jahr ist klar: Der Mainkai soll ab August für rund ein Jahr für Autos gesperrt werden. Aber wann geht es los? Was ist mit den Parkplätzen? Merkurist fasst Euch hier noch einmal zusammen, was Euch in der Sperrzeit erwartet.

So läuft die Sperrung am Mainkai ab

Ab August soll der Mainkai für rund 13 Monate für den Autoverkehr gesperrt werden. Lediglich Fußgänger und Radfahrer können sich in diesem Zeitraum dort frei bewegen. Dabei geht es um eine Art Testphase, aus der herausgehen soll, ob eine solche Sperrung auch dauerhaft sinnvoll wäre. Merkurist berichtete bereits über das Vorhaben, doch mit dem immer näher rückenden Starttermin der Sperrphase festigt sich auch die Planung.

Zeitraum steht fest

Die Testphase beginnt am Freitag, 2. August 2019, und endet am Sonntag, 30. August 2020. Somit läutet der Beginn des diesjährigen Mainfests auch den Beginn der Testphase ein. Abgeschlossen wird der Test dann 2020 mit dem Ende des Museumsuferfests.

In dem festgelegten Zeitraum stehen vor allem die Auswirkungen auf Mensch und Verkehr im Vordergrund. Auch der umweltfreundliche Aspekt der Sperrung ist wichtig. Um die tatsächlichen Folgen der Sperrung zu ermitteln, werden während der 13 Monate zahlreiche Verkehrsdaten gesammelt. Die Auswertungen werden entscheiden, ob der Test erfolgreich war und eine dauerhafte Sperrung sinnvoll wäre.

„Wir wollen herausfinden, wie sich der Verkehr in der Innenstadt verändert.“ - Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD)

„Wir wollen zum einen herausfinden, wie sich der Verkehr in der Innenstadt verändert“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) bei einer Pressekonferenz im Mai. „Ich freue mich aber auch zu sehen, wie Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, diesen Bereich annehmen werden.“

Zudem verwies Oesterling auf vergangene Projekte, wie die Zeil, die Fressgass und die Hauptwache, die früher auch von Autos befahren waren. An die Sperrung dieser Bereiche hatten sich die Frankfurter damals schnell gewöhnt. Eine derartige Sperrung des Mainkais sei außerdem bereits seit 1975 im Gespräch.

Wo gesperrt werden soll

Der Mainkai soll zwischen der Alten Brücke und der Untermainbrücke für den Autoverkehr gesperrt werden. Zwei Ausnahmen wird es allerdings geben: Der Busverkehr für die Mainschifffahrt der Primus-Linie darf auf Antrag bis zur Straße Zum Pfarrturm weiterfahren, weil sich die Anlegestelle der Schiffe am Eisernen Steg befindet. Zudem dürfen Autofahrer, die im Parkhaus Dom/Römer geparkt haben, in der Gegenrichtung aus der Sperrzone herausfahren.

Auch das Parken auf dem Mainkai ist in der Sperrzeit für Autofahrer nicht mehr möglich. Für Anwohner mit Privatparkplätzen werden während der Testphase insgesamt 17 Stellplätze im angrenzenden Parkhaus bereitgestellt. Dafür nimmt die Stadt Frankfurt rund 40.000 Euro in die Hand – der Frankfurter Rundschau (FR) zufolge der teuerste Teil des Sperrprojekts.

Keine Umleitungsschilder geplant

„Eine Ausschilderung zu Umfahrungswegen wird es an den jeweiligen Sperrzonenenden nicht geben.“ - Dorothee Allekotte, Straßenverkehrsamt

Für die Umsetzung der Sperrung ist das Architekturbüro „Albert Speer und Partner“ verantwortlich. Das Straßenverkehrsamt zieht das Büro in verkehrlichen Fragen hinzu, um Schilder und Ampeln den neuen Bedingungen auf dem Mainkai anzupassen. „Eine Ausschilderung zu Umfahrungswegen wird es an den jeweiligen Sperrzonenenden aber nicht geben“, so Dorothee Allekotte, Abteilungsleiterin im Straßenverkehrsamt. Einzig die überörtliche Wegweisung werde geändert werden müssen, damit Autofahrer den Weg zum Zoo und Rathaus leichter finden. Abgesehen davon können diese, wie gewohnt, das südliche Ufer und die Berliner Straße nutzen. (ab)

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