Europa League: Zwei Geisterspiele für die Eintracht

Verein will rechtliche Schritte prüfen

Europa League: Zwei Geisterspiele für die Eintracht

Nachdem mehrere Fans beim Europa-League-Auswärtsspiel der Eintracht gegen den portugiesischen Verein Vitória SC am 3. Oktober randaliert hatten, zieht der Europäische Fußballverband UEFA nun Konsequenzen. Wie Eintracht Frankfurt am Donnerstag mitteilte, muss der Verein die kommenden beiden Auswärtsspiele in der Europa League vor leeren Rängen bestreiten.

Das bedeutet: Für die Spiele gegen Standard Lüttich am 7. November und gegen Arsenal London am 28. November darf Eintracht Frankfurt keine Eintrittskarten egal welcher Kategorie verkaufen. Dass sogar zwei Spiele betroffen sind, liegt an einem Auswärts-Geisterspiel, zu dem die UEFA die Frankfurter Anfang des Jahres auf Bewährung verurteilt hatte. Vorangegangen waren Ausschreitungen beim Europa-League-Spiel gegen Lazio Rom im Dezember 2018. Diese Bewährung wurde nach den erneuten Ausschreitungen in Portugal widerrufen und ein zusätzliches Spiel mit einer Sperrstrafe belegt.

Die Eintracht will im Zusammenhang mit der Strafe rechtliche Schritte prüfen. „Das ist zweifellos eine harte Entscheidung der UEFA“, so Vorstandsmitglied Axel Hellmann. „Natürlich werden wir, sobald uns die Entscheidungsgründe vorliegen, zumindest mit Blick auf das Spiel in London auch die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen.“ Man werde sich aber vor allem intensiv mit der Frage beschäftigen, wie die Spiele im europäischen Wettbewerb künftig wirksamer „vor dem Fehlverhalten Weniger schützen“ könne.

Bei dem Spiel gegen Vitória SC in Guimarães war es zwischen den beiden Fanlagern zu Ausschreitungen gekommen. Fans der Eintracht und gegnerische Fans bewarfen sich unter anderem mit Sitzschalen. Die Polizei räumte einen Frankfurter Fanblock. (df)

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