Warum die Bahnsteige der S6 künftig in der Mitte liegen

In einem großangelegten Bauprojekt wird die S6 zwischen Frankfurt und Friedberg noch bis 2022 auf vier Gleise ausgebaut. Dadurch verändert sich auch die Lage der Bahnsteige. Woran das liegt.

Warum die Bahnsteige der S6 künftig in der Mitte liegen

Vier statt zwei Gleise — das soll die Situation für Pendler entlang der S-Bahn-Linie S6 zwischen Frankfurt und Friedberg deutlich erleichtern. Das Versprechen der Deutschen Bahn (DB): S-Bahnen müssen nicht wie bislang halten, um Fernbahnen vorbeizulassen. Stattdessen wird es pro Fahrtrichtung ein Gleis für die S6 und zwei Gleise für den Fernverkehr geben.

Mit dem Ausbau der S6 gehen auch an den Bahnhöfen entlang der Strecke einige Veränderungen einher. So werden die Bahnsteige wie beispielsweise in Eschersheim nicht mehr außen liegen — das ist auch Merkurist-Leserin Ursula aufgefallen.

Stattdessen wird es künftig an den Stationen Bad Vilbel, Frankfurter Berg, Eschersheim und Ginnheim Mittelbahnsteige geben, an denen rechts und links die S-Bahnen halten werden. Auf den beiden äußeren Gleisen fährt dann der Fernverkehr — getrennt von den S-Bahnen. „Damit die S-Bahn-Fahrgäste nicht zwei Fernbahngleise über- oder unterqueren müssen, werden an den Stationen Mittelbahnsteige hergestellt“, erklärt eine Bahn-Sprecherin.

Ein ebenerdiger Zugang wie bisher ist dann zwar nicht mehr möglich, dafür will die DB die Stationen anderweitig barrierefrei ausbauen. „Die Barrierefreiheit der Stationen an der S6 wird wie üblich mit Aufzügen oder Rampen gewährleistet“, so die Sprecherin. Die Details zur Barrierefreiheit der einzelnen Stationen gibt es auch online.

Was die Fahrgäste während der Arbeiten erwartet

Bis alles fertig ist, wird es allerdings noch etwas dauern. In Betrieb wird die neue Strecke im Jahr 2022 genommen. Bis dahin müssen Fahrgäste immer wieder mit Änderungen rechnen. „Da der Umbau der Strecke im laufenden Betrieb weiter läuft, haben wir komplexe Bauzustände und Bauphasen, in denen der Zugverkehr auf unterschiedlichen schon neuen und noch alten Gleisen abgewickelt wird“, erklärt die Bahn-Sprecherin. „Für die Fahrgäste heißt das im Zweifel, sie müssen während der Umbauphase andere Gleise als die gewohnten benutzen.“

Auch werde es immer wieder Provisorien bei der Über- oder Unterführung der Gleise geben, bis die endgültigen Bauwerke fertiggestellt sind. „Das Wichtigste ist aber, dass der Bahnverkehr so gut wie die ganze Zeit aufrecht erhalten werden kann und die S-Bahnen fahren, obwohl und während die neuen, zusätzlichen Gleise gebaut werden“, so die Sprecherin. (js)

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