Lufthansa-Streik am Sonntag in Frankfurt

Kabinenpersonal soll auf dem Boden bleiben

Lufthansa-Streik am Sonntag in Frankfurt

Kabinenchefs und Flugbegleiter der Lufthansa sollen am Sonntag in Frankfurt und München streiken. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat am Montag zum Streik aufgerufen, damit die Lufthansa die Gespräche zur bislang gescheiterten Lohnerhöhung wieder aufnimmt.

Bestreikt werden sollen alle Flüge der Lufthansa, die am Sonntag, 20. Oktober, zwischen 6 und 11 Uhr in den beiden Städten starten. „Wir rufen zu dieser Zeit alle Flugbegleiter und Purser bei Lufthansa auf, nicht zur Arbeit zu erscheinen“, so Daniel Flohr, stellvertretender Vorsitzender der UFO. „Wo es weitere Arbeitsniederlegungen geben wird, hängt nun einzig und allein davon ab, ob Lufthansa an den Verhandlungstisch zurückkehrt, um unsere übermittelten Forderungen zu verhandeln.“ Der Verein fordert rückwirkend zum 1. Juli 1,8 Prozent mehr Lohn mit einer Tarifvertragslaufzeit von sechs Monaten bis Ende des Jahres.

Die Lufthansa hat sich in einem ersten kurzen Statement am Montag zu den Plänen der UFO geäußert und die Rechtmäßigkeit der Maßnahme infrage gestellt. „Unser klares Ziel ist es, am Sonntag das volle Flugprogramm aufrechtzuerhalten“, so das Unternehmen. „Streiks der UFO bei Lufthansa sind rechtswidrig, da die Gewerkschaftseigenschaft der UFO und die Vertretungsbefugnis des UFO-Vorstands nach wie vor ungeklärt sind.“

Die UFO wirft der Fluggesellschaft dagegen vor, den Konflikt auf dem Rücken der Passagiere auszutragen. „Das Unternehmen spekuliert anscheinend darauf, genügend Streikbrecher zu finden, die bereit sind, auf ihr Streikrecht zu verzichten“, so Flohr. Das Risiko von kurzfristigen Streichungen sei den Kunden gegenüber „völlig unverantwortlich“. (df)

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