Schüler in Straßenbahn angegriffen und rassistisch beleidigt

Staatsschutz eingeschaltet

Schüler in Straßenbahn angegriffen und rassistisch beleidigt

Ein bislang unbekannter Täter hat am Donnerstagvormittag eine Gruppe Jugendlicher in der Straßenbahn Richtung Schwanheim angegriffen und rassistisch beleidigt. Wie die Polizei mitteilt, sollen dabei antisemitische Äußerungen gefallen sein. Auch der Staatsschutz wurde eingeschaltet.

Der Vorfall ereignete sich nach Angabe der Zeugen gegen 11 Uhr in der Linie 12 in Richtung Schwanheim-Endstation. Die insgesamt neun Jugendlichen einer Schulklasse, unter denen sich auch ein jüdischer Schüler befand, waren auf dem Weg zu einer Beerdigung. Der Unbekannte griff die Schüler erst verbal an, beleidigte sie und äußerte sich antisemitisch. Schließlich wurde er laut Polizei auch körperlich übergriffig: Er versuchte, einem der Schüler ins Gesicht zu treten. Dieser konnte jedoch ausweichen.

An der Straßenbahnhaltestelle „Harthweg“ stieg der Täter aus der Straßenbahn. Erst im Laufe des Tages wurde bei der Polizei Anzeige wegen des Vorfalls erstattet. Nun suchen die Beamten nach dem bislang Unbekannten. Er soll etwa 18 bis 20 Jahre alt sein, ein nordafrikanisches Erscheinungsbild haben und langes und gelocktes braunes Haar haben. Der Mann wird als dünn mit einem kantigen Gesicht und braunen Augen beschrieben.

Bei dem Übergriff trug er laut Polizei eine dunkelrote NY-Yankees-Kappe, eine dunkle Jogginghose und schwarze Schuhe. Er soll schlechtes Deutsch und Sätze ohne die Verwendung von Artikeln gesprochen haben. Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall oder dem Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069/755-53111 zu melden.

(lo)

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