5 besondere Frankfurter Gebäude aus den Siebzigern

Wenn es um die 70er Jahre geht, denkt man oft zuerst an Hippies, bunte Kleidung und verrückte Muster. Doch das Jahrzehnt steht auch für Betonbauten, die von außen so gar nicht bunt sind. Wir stellen euch fünf Frankfurter Beispiele vor.

5 besondere Frankfurter Gebäude aus den Siebzigern

Der Eiserne Steig, der Römer und die Paulskirche gelten in Frankfurt als schöne, beliebte Fotomotive. Vernachlässigt werden dabei gerne weniger prächtige Bauwerke - zum Beispiel aus den 70ern, in denen roher Beton und besonders klare Formen vorherrschen. Wir stellen Euch nun fünf besondere Bauwerke aus den 70er Jahren vor.

Olivetti Häuser in der Bürostadt

Besonders bekannt sind wohl die Olivetti-Türme des Architekten Egon Eiermann in der Lyoner Straße 34 in Niederrad. Die 1973 erbauten Türme fallen durch ihre Architektur besonders auf: Sie sehen ein bisschen aus wie ein Eis am Stiel. Der trichterförmige Turm steht auf einem schmalen Fuß, darauf türmt das eigentliche Gebäude. Die Olivetti-Türme werden heute vor allem als Bürogebäude genutzt.

Zentrale der Deutschen Bundesbank 1972

Im Norden Frankfurts befindet sich die Zentrale der Deutschen Bundesbank. Von 1967 bis 1972 wurde an dem 217 Meter langen Gebäude gebaut. Wie viele andere Gebäude dieser Ära, ist auch die Zentrale der Deutschen Bank dem „Brutalismus“ zuzuordnen. Gemeint ist damit die Bauweise mit rohem Beton an den Außenwänden, die auch bei anderen Gebäuden dieses Stils zu finden sind.

Technisches Rathaus

Von 1974 bis 2009 befand sich das Technische Rathaus in der Braubachstraße 15 in der Frankfurter Altstadt. Bis 2009 war es der Sitz der Stadtverwaltung und der technischen Ämter. Der umstrittene, häufig als Betonklotz bezeichnete Bau in der Altstadt, wurde nach dem beschlossenen Abriss im Jahr 2005 platt gemacht. Auf dem Gebäude entstand in einer Bauphase von 2012 bis 2018 die „Neue Frankfurter Altstadt“.

Frankfurter Büro Center

Das Mitte der 70er Jahre erbaute Hochhaus im Westend Frankfurts ragt mit 142 Metern aus einer Reihe von Hochhäusern an der Mainzer Landstraße heraus, die sich vom Platz der Republik bis zum Opernplatz ziehen. In dem Hochhaus, das abgekürzt auch „FBC“ genannt wird, befinden sich insgesamt 52.000 Quadratmeter Bürofläche auf 40 Etagen.

Sonnenring in Sachsenhausen

Mit großzügigen Terrassen und Blick auf die Frankfurter Innenstadt ist der Sonnenring in Sachsenhausen als Wohnort beliebt. In der Mailänder Straße 1—15 liegt das von Architekt Günther Balser konzipiert Gebäude. Das Haus ist bogenförmig angeordnet und hat insgesamt acht Wohnblöcke mit mehr als 300 Einheiten. In den 70er Jahren galt es ein Beispiel für teures Luxuseigentum. (js)

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