Ufo kündigt Lufthansa-Streiks an

Die Gewerkschaft Ufo droht mit Flugbegleiterstreiks. Für Reisende könnte es deshalb ein Sommer voller Unannehmlichkeiten werden. Denn es ist mit einigen Ausfällen und Warteschlangen an den Flughäfen zu rechnen.

Ufo kündigt Lufthansa-Streiks an

Die Sommerferien stehen vor der Tür und das heißt für viele Familien: Urlaub. Doch dieser Traum könnte platzen, denn die „Unabhängige Flugbegleiter Organisation“ (Ufo) hat am Donnerstag Streiks bei der Lufthansa und deren Töchtern angedroht.

Zunächst sollen die Flugbetriebe Eurowings und Germanwings von ihren Arbeitskämpfen im Tarifkonflikt betroffen sein. Dafür wird zuvor noch eine Urabstimmung in den Unternehmen durchgeführt. Gestreikt wird dann voraussichtlich im Juli, wie Daniel Flohr, stellvertretender Vorsitzender der Ufo, mitteilt.

Die Muttergesellschaft Lufthansa soll in einem zweiten Schritt angefochten werden. Derzeit verfasst Ufo noch Tarifforderungen, die dann zunächst ebenfalls zur Urabstimmung gestellt werden sollen. Die Lufthansa-Streiks sollen aber spätestens Anfang August stattfinden, so Flohr.

„Wir haben in allen Betrieben offene Tarifverträge und Lufthansa lehnt jedes Gespräch mit uns ab.“ - Daniel Flohr, stellvertretender Ufo-Vorsitzender

„Wir haben in allen Betrieben offene Tarifverträge und Lufthansa lehnt jedes Gespräch mit uns ab“, erklärt Flohr die geplanten Streiks gegenüber Merkurist. In den letzten neun Monaten habe es lediglich drei Begegnungen zwischen UFO und der Muttergesellschaft gegeben, zuletzt im Februar, heißt es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft. „Am vergangenen Freitag erklärte Lufthansa alle Gespräche mit Ufo im gesamten Konzern für beendet“, heißt es weiter.

Lufthansa erwartet keine Streiks

„Wir sehen keinen validen Grund für einen Streik.“ - Pressesprecher der Lufthansa

Der Konzern hält diese Streiks allerdings für unberechtigt. „Wir sehen keinen validen Grund für einen Streik“, erklärte ein Sprecher des Konzerns. Dabei könnte Lufthansa sich nicht um die Arbeitsbedingungen über 200.000 Flugbegleiter kümmern, wenn nicht einmal die Wirksamkeit geschlossener Verträge sichergestellt sei.

Die Gewerkschaft hatte die Tarifverträge mit Lufthansa im März gekündigt. Allerdings hatte der Konzern diese Kündigung nicht anerkannt. „Es ist uns nicht bekannt, wer sich bei UFO aktuell im Vorstand befindet“, daher könne man auch keine Gespräche führen. Rein juristisch sei es der Gewerkschaft derzeit wahrscheinlich gar nicht möglich zu streiken, so der Sprecher der Lufthansa. Aufgrund dessen erwarte die Lufthansa auch keine Auswirkungen auf den anstehenden Ferienverkehr am Frankfurter Flughafen. (mr)

Logo