Blutüberströmter Mann läuft mit Schusswaffe durch Wohngebiet

Drei Festnahmen in Sindlingen

Blutüberströmter Mann läuft mit Schusswaffe durch Wohngebiet

Ein 26-jähriger Mann ist am Samstag blutüberströmt und mit einer Schusswaffe durch Sindlingen gelaufen. Wie die Frankfurter Polizei meldet, hielt er die Anwohner der Herrmann-Brill-Straße in Atem.

Gegen 16:10 Uhr gingen die ersten Notrufe besorgter Anwohner bei der Polizei ein. Die Zeugen schilderten übereinstimmend, dass in der Grünanlage rund um die Wohnblöcke in der Herrmann-Brill-Straße ein Mann mit einer Pistole in der Hand herumlaufen würde. Außerdem sei sein nackter Oberkörper blutverschmiert.

Die Polizei entsendete sofort ein Großaufgebot nach Sindlingen. Die Zeugen, die weiterhin telefonischen Kontakt zur Polizei hatten, gaben den aktuellen Aufenthaltsort des Mannes durch. Außerdem wurde gemeldet, dass der Bewaffnete zwischenzeitlich nicht mehr alleine sei, sondern sich zwei weitere Männer zu ihm gesellt hätten.

Noch in der Nähe der Wohnanlage nahmen die Beamten alle drei Personen fest. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten zunächst keine Schusswaffe. Einer der drei jungen Männer wurde kurz darauf wieder freigelassen, da er nachweislich nichts mit der Sache zu tun hatte. Zeugen hatten jedoch beobachtet, wie der blutverschmierte Mann die Pistole dem anderen Mann, einem 22-jährigen Frankfurter, übergeben hatte.

Der war anschließend kurz mit der Waffe verschwunden. Deshalb suchten die Beamten den gesamten Bereich mit Metalldetektoren ab und fanden die Pistole schließlich. Es handelte sich dabei um eine Softair-Waffe, die sichergestellt wurde. Das Blut auf dem Oberkörper des 26-jährigen Frankfurters stammte von ihm selbst. Er hatte nach eigenen Angaben vorher bei einem Streit einen Schlag auf die Nase bekommen. Auf beide Männer wartet wegen der Softair-Waffe ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Die Hintergründe der vorangegangenen Schlägerei sind nun Gegenstand der Ermittlungen. (ms)

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