Die Mieten sinken - auch in Frankfurt

Bundesweiter Trend - erstmals seit 2005

Die Mieten sinken - auch in Frankfurt

Die Frankfurter Mieten in neu abgeschlossenen Mietverträgen sind im ersten Quartal des Jahres erstmals seit mehreren Jahren gesunken. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten „F+B Wohn-Index“ hervor, einer Analyse der Immobilienberatung F+B. Das Unternehmen verglich die Zahlen des ersten Quartals 2019 mit den Zahlen des vorangegangenen Quartals.

Der Analyse zufolge sanken die Mieten in Neuverträgen in Frankfurt um satte 2,5 Prozent. Damit folgt Frankfurt einem bundesweiten Trend: Im deutschlandweiten Durchschnitt sanken die Neuvertragsmieten erstmals seit 2005 um 0,3 Prozent, anstatt weiter zu steigen. „Hier kann in der deutschlandweiten Durchschnittsbetrachtung festgestellt werden, dass das Wachstum der Neuvertragsmieten aktuell eine Pause einlegt“, so Bernd Leutner, Geschäftsführer von F+B.

Ob es sich dabei aber tatsächlich um einen Umschwung zu dauerhaft sinkenden Mieten auf dem Wohnungsmarkt handeln könnte, ist aktuell nicht klar. Man müsse abwarten, das findet auch Leutner: „Ob sich dieser Trend auch in den nächsten Quartalen festigt, ist wahrscheinlich eine der spannendsten Fragen der Wohnungspolitik überhaupt.“

Wohnungspreise erneut gestiegen

Außer in Frankfurt sanken die Neuvertragsmieten auch in weiteren deutschen Großstädten, die unter dem angespannten Wohnungsmarkt leiden. In Hamburg zahlten neue Mieter durchschnittlich 0,9 Prozent weniger, in Berlin 1,7 Prozent und in München 1,3 Prozent. So massiv wie in Frankfurt sanken die Mieten allerdings in keiner der drei Großstädte.

Anders sieht es dagegen aus, wenn man sich die Frankfurter Wohnungspreise ansieht. Durchschnittlich 4740 Euro kostete der Quadratmeter im ersten Quartal des Jahres in Frankfurt und damit rund 2,3 Prozent mehr als noch am Ende des Vorjahres. Auch die Bestandsmieten stiegen im bundesweiten Schnitt erneut leicht an. Konkrete Zahlen zu Frankfurt wurden allerdings nicht veröffentlicht.

Grundlage für den Wohn-Index sind laut F+B Angebotsdaten von mehr als 30 Millionen Objekten. Dabei handle es sich um die größte Preis- und Marktdatenbank in Deutschland. Die Daten werden vor der Analyse bereinigt, beispielsweise um doppelte Angebote. Den kompletten Index zum Q1 2018 findet Ihr hier. (nl)

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