Stadt plant Gedenkveranstaltung für Opfer von Halle

Gelegenheit für Bürger, Solidarität und Anteilnahme zu zeigen

Stadt plant Gedenkveranstaltung für Opfer von Halle

Bei einer Gedenkveranstaltung vor der Westend-Synagoge können Frankfurter Bürger am Sonntag den Opfern des Vorfalls in Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt gedenken. Das teilt die Stadt Frankfurt am Freitag mit.

In Absprache mit der Jüdischen Gemeinde lädt sie alle Frankfurter ein, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und ihre Anteilnahme und Solidarität zum Ausdruck zu bringen. Vor Ort werden sowohl Oberbürgermeister Peter Feldmann als auch Marc Grünbaum vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde sprechen. „Solche verabscheuungswürdigen Taten verlangen unsere Solidarität — ich lade alle ein, am Sonntag ein Zeichen zu setzen für Weltoffenheit und Toleranz“, so Feldmann. „Und auch ansonsten gilt: Wir werden jeden Tag gemeinsam gegen antisemitischen Hass und Gewalt kämpfen.“

Ein 27-jähriger Mann wird beschuldigt, am Mittwochnachmittag in Halle zwei Menschen erschossen und zwei weitere schwer verletzt zu haben. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen und antisemitischen Hintergrund aus. Der Mann streamte die Tat live im Internet. Ursprünglich hatte er versucht, sich Zutritt zur Synagoge in Halle zu verschaffen. Dort feierten dutzende Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, den 13. Oktober, um 11 Uhr vor der Westend-Synagoge in der Freiherr-vom-Stein-Straße 30, statt. (ts)

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