So sah Frankfurt früher aus

Jugendstil-Fassaden und Jahrhunderte alte Brücken: So wie heute sah Frankfurt nicht immer aus. Wir zeigen Euch einige Bilder vom alten Frankfurt.

So sah Frankfurt früher aus

Eine eindrucksvolle Skyline, viele Autos, die sich durch die Straßen schieben und die beliebteste Einkaufsmeile Deutschlands: So kennen wir Frankfurt heute. Doch wie sah die Stadt früher aus? Immerhin blickt Frankfurt auf eine lange Geschichte zurück und hat sich im Lauf der Zeit immer wieder verändert — sei es durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg oder durch Modernisierungsarbeiten im Stadtbild.

Hauptbahnhof

Nur fünf Jahre dauerte es, dann war der Frankfurter Hauptbahnhof fertig gebaut. Im August 1888 wurde er feierlich eröffnet — damals noch als „Centralbahnhof Frankfurt“. In den Jahren darauf werkelten Arbeiter rundherum weiter an Gelände und Gebäude: Bis der Bahnhof der größte in Europa war. Abgelöst wurde er 1915 vom Leipziger Hauptbahnhof.

Statt viel grauem Asphalt war der Bahnhofsvorplatz Anfang des 20. Jahrhunderts grün gestaltet — mit Bäumen, gepflegten Rasenflächen und kleinen Hecken. Auch damals rollte schon die Straßenbahn über den Platz. Neben ihr waren vor allem Pferdekutschen und Fußgänger am Hauptbahnhof unterwegs. Ein Stück weiter Richtung Roßmarkt, am Kaiserplatz, sah es Ende des 19. Jahrhunderts so aus:

Alte Brücke

Sie gilt als die älteste Brücke der Stadt, wurde mehrfach abgerissen oder zerstört und verbindet die Altstadt mit Sachsenhausen: die Alte Brücke. Wann genau die ursprüngliche Brücke gebaut wurde, ist nicht bekannt. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde sie in einem Brief aus dem 13. Jahrhundert.

Weil sie den Anforderungen von Straßen- und Schiffsverkehr nicht mehr gewachsen war, musste sie 1914 allerdings weichen. Sie wurde abgerissen. Eine Notbrücke verband die beiden Mainufer von da an, bis im Jahr 1926 die sogenannte Neue Alte Brücke eingeweiht wurde.

Sie stand gerade einmal 18 Jahre. Dann wurde sie im Zweiten Weltkrieg von Bomben zerstört. Mit einem stählernen Mittelstück wiederaufgebaut, floss ab 1947 wieder der Verkehr über die Alte Brücke.

Schauspielhaus

Wer das Schauspielhaus heute anschaut, erkennt es vermutlich nicht wieder: Statt Jugendstil-Elementen wird das Gebäude am Gallustor mittlerweile von einer langen, modern aussehenden Glasfassade geprägt. Vor knapp 120 Jahren, als das Schauspielhaus gebaut wurde, sah das noch anders aus:

In dieser Optik wurde das Schauspielhaus sogar nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Bis 1962 hielt sich die alte Fassade, dann wurde sie endgültig abgeschlagen und durch die Glasfassade ersetzt.

Altstadt

Auch in der Altstadt hat sich im Lauf der Zeit vieles verändert — und das nicht erst, als die Bomben auf die Stadt fielen und große Teile des Stadtteils abbrannten. So wurden beispielsweise Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ganze Häuser und Gassen abgerissen, um neue Straßen zu schaffen. Eine davon ist die Braubachstraße, die Fahrgasse und Römerberg verbindet. Zwischen 1904 und 1906 mussten dafür mehr als 100 Häuser weichen.

Der Zweite Weltkrieg hinterließ vor allem in der Altstadt deutliche Spuren. Mehr als eine Million Bomben fielen auf die Stadt.

Die Aufbauarbeiten zogen sich über viele Jahre. Als eines der ersten Gebäude wurde die Paulskirche neu aufgebaut, der Grundstein wurde 1947 gelegt. Auch der Römer wurde von den Bomben zerstört. (ts)

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