Frankfurt erreicht Hitzewarnstufe 2

Am Mittwoch ist die höchste Warnstufe auf der hessischen Hitzeskala erreicht. Doch was bedeutet das für den Alltag und wie kann man sich vor der Hitze schützen?

Frankfurt erreicht Hitzewarnstufe 2

Es war, ist und bleibt heiß in Frankfurt. Tagelang liegen die Temperaturen über 30 Grad. Das ist nicht nur unangenehm, sondern mitunter auch lebensbedrohlich. In Hessen wurde deshalb nun Hitzewarnstufe 2 ausgerufen. Doch was bedeutet das überhaupt?

Gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und der Gesundheitsabteilung im damaligen Hessischen Sozialministerium wurde 2004 in Hessen erstmals ein Hitze-Warnsystem eingeführt, um ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen vor Schäden durch Hitzeeinwirkung zu schützen.

Was bedeuten die Warnstufen?

Das Hessische Hitzewarnsystem besteht aus zwei Warnstufen. Stufe 1 warnt vor einer starken Wärmebelastung und wird bei einer gefühlten Temperatur von über 32°C erreicht. Eine extreme Wärmebelastung (Warnstufe 2) liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur 38°C übersteigt oder Warnstufe 1 an vier aufeinander folgenden Tagen andauert. Letzteres wird am Mittwoch, den 26. Juni, der Fall sein.

Das Problem: Auch an den darauf folgenden Tagen wird es sehr heiß bleiben. Das Hessische Sozialministerium warnt daher vor einer extremen Hitzebelastung. Besonders erschwerend kommt hinzu, dass es aufgrund der dichten Bebauung in Frankfurt nachts nicht mehr abkühlen wird.

Droht Gefahr?

Vor allem Kinder, gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen sind in praller Sonne und bei hoher Hitze gefährdet. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose appelliert daher an die Bürger, ihr Verhalten an diese Situation anzupassen: „Halten Sie sich in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und öffnen Sie sie erst nachts zum Lüften.“ Zusätzlich könne das Aufhängen feuchter Tücher Verdunstungskälte erzeugen und so zum Kühlen der Wohnung beitragen.

Außerdem sollte man möglichst leichte Speisen zu sich nehmen und viel trinken. Allerdings sind alkoholische, koffeinhaltige oder stark gezuckerte Getränke keine gute Idee, da sie nicht zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs geeignet sind. Wer bei der Hitze viel schwitzt sollte außerdem darauf achten, den damit einhergehenden Salzverlust auszugleichen. (nl)

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