Wusstest Du schon, dass Frankfurt...?

Wie traf Goethe auf Napoleon? Und warum steht der Bulle dem Bären am Börsenplatz gegenüber? Das und mehr erklären wir Euch - in 6 kuriosen Fakten über Frankfurt.

Wusstest Du schon, dass Frankfurt...?

Frankfurt ist die Finanz- und Messestadt mit der wohl imposantesten Skyline Deutschlands, in der Ebbelwei als Nationalgetränk gilt und liebend gern Grie Soß verspeist wird - das ist allgemein bekannt. Doch die Mainmetropole hat noch mehr an interessanten Fakten zu bieten, die nicht nur Auswärtige, sondern auch Frankfurter staunen lassen. Wusstest Du schon, dass…

…der berühmteste Sohn der Stadt fasziniert von Napoleon war?

Bis an sein Lebensende war Johann Wolfgang von Goethe fasziniert vom revolutionären Diktator und Kaiser der Franzosen, Napoleon. Für den Dichter galt Napoleon als „einer der produktivsten Menschen […], die je gelebt haben“. Im Jahr 1808 traf Goethe den französischen Kaiser gleich zweimal. Das erste Mal empfing Napoleon ihn sowie den Dichter Christoph Martin Wieland am 2. Oktober auf dem Erfurter Fürstenkongress - damals war das Fürstentum Erfurt Staatsgebiet Frankreichs - zu einer Privataudienz. Dabei unterhielten sich die Männer über Dramentheorie, Goethes „Werther“ und die Situation in Weimar.

Wenige Tage später kam es dann - ebenfalls in Weimar - zu einer zweiten Begegnung, bei der Wieland ebenfalls mit anwesend war. Der Anlass war diesmal ein Hofball. Danach wurden die beiden Dichter zu Rittern der Ehrenlegion gekürt, der ranghöchsten Auszeichnung Frankreichs.

…Frankfurt die Stadt der Singles ist?

Die Verantwortlichen bei Tinder haben vergangenes Jahr eine Studie in Auftrag gegeben, die analysiert hat, in welchen Großstädten Tinder-Nutzer die besten Chancen auf ein Match haben (wir berichteten). Im Städtevergleich räumte Frankfurt deutlich ab und belegte den zweiten Platz.

Das Ergebnis ist nicht verwunderlich, denn Frankfurt gilt als die Stadt der Singles. Im Jahr 2017 waren von knapp 617.000 volljährigen Einwohnern etwa 244.000 ledig - das sind 39,5 Prozent. Die Chancen der Singles auf ein Match in Frankfurt stehen also tatsächlich gut.

…die Bauwerke der Stadt auf einem D-Mark-Schein prangten?

Auf der letzten Serie der D-Mark-Banknoten war auf dem 200-Mark-Schein eine Collage verschiedener Bauwerke von Frankfurt zu sehen - und zwar links neben dem Porträt des Mediziners Paul Ehrlich. So waren unter anderem die Paulskirche, der Kaiserdom, die Hauptwache, das Goethe-Haus und der Eiserne Steg auf den Scheinen zu sehen.

Die Pianistin Clara Schumann, die fast zwei Jahrzehnte lang in Frankfurt Klavier unterrichtete, schmückte einst den 100-Mark Schein. Im Hintergrund waren allerdings historische Gebäude ihrer Geburtsstadt Leipzig zu sehen.

…die Figur am Campus Westend eine besondere Bedeutung hat?

Seit 2010 findet man auf dem Campus Westend die Skulptur „Body of Knowledge“ des Künstlers Jaume Plansa. Die acht Meter hohe Figur eines sitzenden menschlichen Körpers ist aus einzelnen Buchstaben acht verschiedener Alphabete zusammengesetzt. Sie symbolisiert eine transparente und weltoffene Universität.

Auf der Website Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt wird Plensa zu seinem Kunstwerk folgendermaßen zitiert: „Unser Körper ist der Sitz des Geistes. Die Universität ist eine Ausweitung unseres Körpers. Ein Versammlungsort, an dem sich Menschen und Ideen, Tradition und Zukunft zu Zwiegesprächen treffen und das Netz menschlichen Wissens weben.“

…der Bulle und Bär am Börsenplatz für Aktienkurse stehen?

Anlässlich des 400-jährigen Bestehens der Frankfurter Börse beschloss der Börsenvorstand im Jahr 1985, den Vorplatz neu zu gestalten. Mithilfe des Bildhauers Reinhard Dachlauer wurden dann auf dem Börsenplatz die Skulpturen Bulle und Bär geschaffen. Seit 1988 symbolisieren die bronzenen Figuren das Auf und Ab im Geld- und Wertpapierhandel.

Der Bär steht mit seinem gesenkten Kopf für den Abwärtstrend an der Börse, während die aufgerichtete Haltung des Bullen Aufbruch und Optimismus symbolisiert. Deshalb steht der Bulle auch zwischen Börse und Bär, da er die Rolle des Beschützers der Börse einnimmt und die fallenden Kurse in Form des Bären bekämpfen soll. Das Duo gehört mittlerweile zu den beliebtesten Fotomotiven unter Touristen.

…Frankfurt 26 Namensvettern auf der ganzen Welt hat?

Jeder Frankfurter kennt auch das andere Frankfurt, das an der Oder. Aber in Deutschland gibt es insgesamt vier Städte, die Frankfurt heißen. So findet sich noch ein Frankfurt in Sachsen-Anhalt und eines in Bayern.

Und auch in anderen Ländern ist unsere Stadt in ähnlicher Schreibweise vertreten. Die Stadt „Frankfort/Frankford“ gibt es ganze 17 Mal in den USA, zweimal in Südafrika sowie je einmal in Australien, Kanada und Irland. (ab)

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