Festnahmen nach Verkauf von gepanschtem Olivenöl

In Restaurants und Geschäften

Festnahmen nach Verkauf von gepanschtem Olivenöl

In Deutschland und Italien sind 24 Personen festgenommen worden, die gepanschtes Olivenöl verkauft haben. Auch in Frankfurt war das Öl im Umlauf.

Wie die europäische Justizbehörde „Eurojust“ am Dienstag mitteilte, wurden insgesamt 24 Beteiligte festgenommen. Sie hatten Olivenöl aus Apulien mit Chlorophyll und Sojaöl gestreckt, um ihm eine andere Farbe zu geben. Das Öl wurde in Geschäften und Restaurants als natives Olivenöl verkauft.

Der Verkaufspreis lag bei 10 bis 15 Euro pro Liter, bei einem Einkaufswert von rund 1,20 Euro. Insgesamt wurden so über einen nicht näher genannten Zeitraum jährlich eine Millionen Liter Olivenöl gestreckt und verkauft. Die Behörden gehen von einer kriminellen Vereinigung aus, die für die Organisation des Einkaufs und das Strecken des Öls verantwortlich war.

Die deutschen Käufer waren nach Angaben von „Eurojust“ nicht teil der kriminellen Vereinigung, werden aber für den Handel mit gefälschten Produkten verdächtigt. Neben europäischen und italienischen Behörden war auf deutscher Seite das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) an den Ermittlungen beteiligt.

Die Ermittlungen der Behörden liefen seit 2015. Es soll sich um den größten bisher bekanntgewordenen Fall in Italien handeln. (ms)

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